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Dimensionssprung: 2D-Pläne erwachen zu neuem Leben

03.09.2018

Die fotorealistische Plandarstellung mittels 3D-Visualisierung bietet für Planer aus verschiedensten Gewerken  überzeugende Vorteile, nicht zuletzt bei der Präsentation der geplanten Objekte vor dem Kunden.

Möbelstücke, Inneneinrichtungen, Wohnungsgrundrisse  und sogar ganze Gebäudekomplexe werden heute mittels 3D-Visualisierung  bereits in der Planungsphase virtuell dargestellt und erlebbar. Je nach Kundenwunsch können spezialisierte Unternehmen 3D-Visualisierungen bedarfsorientiert umsetzen, wenn die zeitlichen Ressourcen oder das Knowhow beim Planer intern nicht zur Verfügung stehen. „Auf Basis von gewöhnlichen CAD-Plänen oder Skizzen werden die verschiedensten Objekte visualisiert“, so Christian Friesenegger, Mitbegründer des Wiener Technologie Startups 3motion Virtual, das individuelle Lösungen für 3D-Visualisierungen entwickelt. Ein virtueller Rundgang in Gebäuden inklusive Blick von der Terrasse mittels VR-Brille kann ebenso realisiert werden wie eine 360 Grad Animation für das Smartphone, animierte Videos oder die Gegenüberstellung von realen Vorher- und virtuellen Nachher-Bildern.

Fehler vermeiden, Kosten sparen

Um sich bei der Planung von Gebäuden einen Eindruck von dessen Erscheinungsbild im fertigen Zustand zu verschaffen, wurden Entscheidungen bisher meist anhand eines kleinen maßstäblichen Modells getroffen. Die Wirkung der Oberflächenbeschaffenheit und Farbe der Fassadenverkleidung kann damit aber beispielsweise nicht beurteilt werden. Zweidimensionale Renderings wiederum werden oft in geschönte Beleuchtungssituationen gehüllt oder die Umgebungssituation unrealistisch dargestellt. 3D-Visualisierungen bieten hier sowohl dem ausführenden Planer als auch dem Endkunden sehr früh in der Planungsphase die Möglichkeit einer realistischeren Gebäudedarstellung. Ohne großen Aufwand können unterschiedliche Produkte und Lösungen getestet werden. Planungsfehler können dadurch ebenfalls frühzeitig erkannt und kosteneffizient beseitigt werden.

Der virtuelle Innenraum

Ob Küche, Bad, oder Wohnlandschaft, heute steht dem Endkunden eine nahezu endlose Auswahl an Holzarten, Oberflächenbeschichtungen, Farben, Tapeten  und Textilien zur Verfügung. Schon die Entscheidung für ein einzelnes Produkt beeinflusst oft die gesamte Atmosphäre eines Raumes. Die Gesamtwirkung lässt sich aber schwer voraussehen. Eine rustikale Eichenholz Platte für den Esstisch, deren Muster beim Tischler noch so gut gefallen hat, wirkt im Esszimmer plötzlich deplatziert. Der dunkle Vorhang, welcher beim Innenarchitekten so edel gewirkt hat, erdrückt den Wohnraum später förmlich. Mittels 3D-Visualisierung des Raumes und der Einrichtung können diese Probleme bereits in der Planungsphase erkannt werden. Auf  Knopfdruck können verschiedene Küchenoberflächen, Esstische oder Vorhänge ausgetauscht werden. Auch das spätere Möbelrücken kann man sich so ersparen. Die ideale Position für den handgefertigten Esstisch und das neue Sofa wird bereits virtuell gefunden, die Größe des maßgefertigten Siteboards digital überprüft.

Die neue Dimension im Kundenservice

Die Vorteile der 3D-Visualisierung bestehen aber nicht nur darin, frühzeitig eine realistische Vorschau der eigenen Planung zu erhalten und Fehler zu vermeiden. Auch der Endkunde wird es danken. Musste dieser beim Lesen von Planzeichnungen noch ein hohes Maß an räumlicher Vorstellungskraft mitbringen und mehr oder weniger blind Entscheidungen treffen, kann er sich dank dieser jungen Technologie nun schon frühzeitig davon überzeugen, die richtige Wahl getroffen zu haben oder gegebenenfalls Änderungen vornehmen. Das schafft Sicherheit und Vertrauen beim Kunden und die Entscheidungsfindung wird ihm leichter fallen.

Machen Sie mit bei der 3D-Visualisierungs-Trendstudie - Ihre Meinung zählt!
 

Autor/in:
Redaktion bauforum.at
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