Direkt zum Inhalt

Eine Frage, zwei Antworten

20.06.2014

Profitieren KMUs von Grundlagenforschung?

Proaktiv:

Ad hoc ist die Frage schnell beantwortet, und zwar mit „Ja, wenn“. Ja, wenn die Ergebnisse bei den KMUs ankommen und verwertet werden können. Dieses „Wenn“ macht eben Sorgen, denn woher erhalten die KMUs die Ergebnisse aus der Grundlagenforschung? Forscher müssen proaktiv auf die Unternehmen zugehen und nicht warten, bis jemand anklopft und fragt.Die Mitglieder der ACR haben schon früh erkannt, dass sie eine Brückenfunktion wahrnehmen müssen, nämlich den Transfer von neuem zu den Unternehmen in einer Sprache, die diese verstehen. Die Unternehmen müssen einen Nutzen, einen Mehrwert in den Entwicklungen sehen, und wenn das nicht der Fall ist, ist die Entwicklung für sie eben „wertlos“. Kurz: Grundlagenforschung ist essenziell, aber die Ergebnisse dürfen nicht in der Schublade versteckt werden, sondern müssen am Ende zu den Unternehmen, zu den KMU. Forscher sind aufgefordert, hinauszugehen und ihre Forschungsergebnisse den KMUs näherzubringen.

Profit:

Vom Ausbau der Grundlagenforschung profitieren sowohl innovative Klein- und Mittelbetriebe als auch Universitäten und Forschungseinrichtungen. Der Brückenschlag von der Forschung zur Marktanwendung erfolgt zum Beispiel in Christian-Doppler-Labors und Josef-Ressel-Zentren, die wir schrittweise weiter ausbauen. Aktuell gibt es 69 CD-Labors, an denen insgesamt 126 Unternehmen beteiligt sind, rund ein Drittel davon sind Klein- und Mittelbetriebe. Über Josef-Ressel-Zentren wird dieses erfolgreiche Modell auch für Fachhochschulen angeboten. Bis 2016 soll es insgesamt 15 Zentren geben. Neue Chancen und Perspektiven eröffnen auch die EU-Innovationsförderungen, die im Rahmen von Horizon 2020 für den gesamten Innovationszyklus verfügbar sind. Jeder Euro, der hier investiert wird, schafft langfristig ein Vielfaches an Wachstum und Arbeitsplätzen. Umso wichtiger ist es, dass die Fördermittel für KMUs aufgestockt wurden und der Zugang zu den EU-Förderungen erleichtert worden ist.

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
Werbung

Weiterführende Themen

Metallische Gläser gelten als Schlüssel für zukünftige Innovationen.
Aktuelles
13.08.2018

Deutsche Materialforscher entwickelten eine neue Klasse metallischer Gläser für mögliche Anwendungen im Leichtbau.

Das Transmissionselektronenmikroskop ASTEM ermöglicht die Charakterisierung von Nanostrukturen in kristallinen Materialien wie Halbleitern und Metallen mit atomarer Auflösung – einschließlich ihrer chemischen Zusammensetzung und ihrer physikalischen Eigenschaften.
Aktuelles
10.08.2018

Mikrostruktur im Fokus. In einem ACR-Forschungsprojekt des Grazer Zentrums für Elektronenmikro­skopie (ZFE) mit dem Österreichischen Gießereiinstitut (ÖGI) werden die ...

Mit der gewonnen Energie aus Hühnermist werden die Küken in den ersten Lebenswochen gewärmt.
Heizung
26.06.2018

Jahrelange Forschung macht sich für Binder Energietechnik, ein Unternehmen der österreichischen Herz Gruppe, im wahrsten Sinne bezahlt: Sie machen ...

Alkali-Kieselsäure-Reaktionen sind Schädigungsmechanismen in Beton. Unter dem UV-Licht werden sie sichtbar.
Aktuelles
19.06.2018

Trondheim gehört zu den bedeutendsten Forschungs- und Studienorten Skandinaviens. Ein Austauschprogramm der ACR hat dort den Wissenstransfer zu Schädigungsmechanismen in Beton forciert.

Mit dem EHLA-Verfahren lassen sich Metallschutzschichten mit extremer Hochgeschwindigkeit aufbringen.
Aktuelles
14.06.2018

Für sein innovatives EHLA-Verfahren (Extremes Hochgeschwindigkeits-Laserauftragschweißen) hat das Fraunhofer Institut für Lasertechnik ILT den deutschen Stahl- ...

Werbung