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Eine Frage, zwei Antworten

28.03.2014

Wie relevant ist CSR für Bauunternehmen?

Markus Roubin, Leitung Sicherheits- und Gesundheitsmanagement, HABAU GROUP

Aktive Auseinandersetzung: CSR – Corporate Social Responsibilty ist die gesellschaftliche Verantwortung von Organisationen. Diese Verantwortung basiert auf drei Säulen: der ökonomischen, der ökologischen sowie der sozialen Säule. Als bauausführende Industrie hinterlassen unser Tun und die von uns geschaffenen Bauwerke nachhaltige Spuren in der Natur. CSR ist kein „Sahnehäubchen“ sondern ein wertvolles Managementtool, welches proaktiv eingesetzt dazu dient, neben wirtschaftliche auch ethische und ökologische Aspekte der Geschäftstätigkeit kritisch zu hinterfragen, um reibungslose Betriebsabläufe zu ermöglichen. CSR als Managementwerkzeug eingesetzt, minimiert das Risiko von Sanktionen in Folge einer Nichteinhaltung von Gesetzen, fördert Diversität sowie eine kooperative Projektabwicklung zwischen allen Beteiligten am Bau. CSR wirkt sich positiv auf die Arbeitsqualität aus und trägt dazu bei, die Unfallneigung durch ein achtsameres Miteinander zu minimieren. Eine aktive Auseinandersetzung mit CSR bringt eine erfolgreiche Mitarbeiter/-innenmotivierung und hebt das Ansehen sowie den guten Unternehmensruf.

Michael Fembek, Herausgeber des CSR-Jahrbuchs

CSR-Schlusslicht: Im aktuell erschienenen CSR-Jahrbuch 2014 ­wurden erstmals alle österreichischen Großunternehmen („Trend 500“ und mehr als 500 Mitarbeiter) nach ihren nachweisbaren CSR-Aktivitäten untersucht. Analysiert wurde dabei unter anderem, ob Nachhaltigkeits­berichte erstellt werden, ob ein Unternehmen beim CSR-Preis Trigos in den vergangenen Jahren ausgezeichnet wurde oder ob man Zertifikate wie Emas (Umwelt) oder Audit Beruf & Familie aufweisen kann. Für die Baubranche (inklusive Bauzulieferer), insgesamt 17 Unternehmen, ernüchternd: Sie ist das Schlusslicht unter allen Branchen. Über die Hintergründe des schlechten Abschneidens kann man nur rätseln, zumal es in Bereichen wie Anti­korruption oder Sicherheit über Zertifizierungen oder Preise interessante Möglichkeiten zur Profilierung als „verantwortliches Unternehmen“ 
gäbe, die sicherlich auch dem Geschäft guttun würden.
Detail am Rande: Die Immobilienwirtschaft (inklusive Facility-Management/Security/Leiharbeit) ist Erste in der Branchenreihung, hier „tun“ fast alle Unternehmen freiwillig etwas für die gesellschaftliche Verantwortung.

 

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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