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Erste Hilfe

22.07.2014

Mit richtigem Verhalten Leben retten! 

Bei den meisten Privat- und auch Berufsfahrern ist der letzte Erste-Hilfe-Kurs schon einige Zeit her. Doch was ist im Notfall zu tun? Wie reagiere ich richtig? Wir haben die wichtigsten Informationen zusammengefasst:


Die beste Versicherung ist ja bekanntlich die, die man nie in Anspruch nehmen muss! So verhält es sich auch beim Thema Erste Hilfe. Hoffentlich kommt man nie in die Situation, als Ersthelfer zu einem Unfall zu kommen! Doch Hand aufs Herz! Wüssten Sie noch, was in diesem Falle zu tun ist? Für viele von uns war der letzte Erste-Hilfe-Kurs der, den man im Zuge der Führerscheinprüfung machen musste. Doch das ist vielleicht schon ein paar Jahre oder gar Jahrzehnte her. Dies nehmen wir zum Anlass, uns dem Thema Erste Hilfe in dieser Ausgabe zu widmen, denn speziell für Berufskraftfahrer erhöht sich die potenzielle Gefahr im Straßenverkehr natürlich erheblich. Kommt man also in die Situation, an einem Unfall beteiligt zu sein oder als Erster am Ort des Geschehens einzutreffen, zählen oft Sekunden.

Am wichtigsten ist es nun, Ruhe zu bewahren und die Rettungskette einzuhalten. Nach dem großräumigen Absichern der Unfallstelle – Selbstschutz geht vor Fremdschutz! – sollte man im zweiten Schritt den Notruf durchführen, um bereits während der Anfahrt der Rettungskräfte Erste Hilfe leisten zu können. Dabei gilt es, die berühmten fünf W zu beachten: WER ruft an? WO ist der Notfallort? WAS ist geschehen? WIE VIELE Menschen sind betroffen? Und WARTEN: Legen Sie erst auf, wenn die Ansprechperson in der Leitstelle keine weiteren Fragen mehr hat. Anschließend erst kümmert man sich um die Verletzten, wobei bei mehreren Verletzten die zwar etwas makaber erscheinende, aber ziemlich logische Regel gilt: Wer schreit, hat Nachrang! Ein Unfallopfer, das noch kommunizieren kann oder laut schreit, ist ein „gutes“ Zeichen, denn somit ist die Person ansprechbar und bei Bewusstsein. Die Aufmerksamkeit gilt zuerst jenen Opfern, die regungslos sind. Auch hier gilt: erst raus aus der potenziellen Gefahrenzone und dann richtig positionieren, beispielsweise in der stabilen Seitenlage (siehe Abbildung 4 unten). Anschließend gilt es zu überprüfen, ob das Unfallopfer noch atmet, die Atemwege frei und Kreislauferscheinungen sichtbar sind. Bewegt sich der Brustkorb des Opfers, ist das ein gutes Zeichen. Hören Sie das Opfer atmen oder spüren Sie die Atemluft, ist das ebenfalls ein positiver Hinweis. Ist keine Atmung zu vernehmen, muss unverzüglich mit der Herzdruckmassage begonnen werden. Die neueste Richtlinie für Erste Hilfe schließt die Beatmung aus und schreibt die reine Konzentration auf die Herzdruckmassage vor. Damit soll laut Studie um ein Fünftel mehr Unfallopfer überlebt haben als mit Beatmung und Massage. Egal, wie lange die Rettung auf sich warten lässt: Pumpen und reanimieren Sie, bis Hilfe eintrifft! Für leichter verletzte Menschen, die bei Bewusstsein sind, gilt es, die Person ganz direkt anzusprechen und sie zu fragen, was ihr wehtut und was passiert ist. Jede Information, die Sie erhalten, ist Gold wert, vor allem dann, wenn das Opfer doch noch das Bewusstsein verlieren sollte oder im Schock versinkt. Anschließend können Sie im Falle Wunden versorgen und/oder Druckverbändeanlegen. Dazu sollte man auch in regelmäßigen Abständen die mitzuführende Autoapotheke auf Vollständigkeit und Aktualität prüfen. Ganz klar, im Notfall vergisst man wohl so einige dieser Punkte, doch wir leben ja in einer Zeit, in der das Smartphone immer mit dabei ist. Und im Gegensatz zu uns bleiben iPhone & Co. auch in einer Ausnahmesituation ausgeglichen und ruhig und können uns mithilfe verschiedener Apps genaue Anweisungen für Erste-Hilfe-Maßnahmen geben. Wir haben uns daher auf der nächsten Seite vier gängige und wichtige Apps angesehen, die auf keinem Smartphone fehlen sollten. Also einfach nur den QR-Code scannen, gratis laden und so vielleicht sogar Leben retten!

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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