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Neue Hitachi-Minibagger: mehr Flexibilität, besserer Fahrerkomfort, mehr Leistung und weniger Treibstoffverbrauch. Foto: HitachiNeu aus dem Hause Wacker Neuson: Kompaktbagger unter zwei Tonnen und Kramer-Radlader mit einer Nutzlastkapazität von 1.750 Kilogramm. Foto: Wacker NeusonKomfort im neuen Kubota-Bagger KX080-4: digitales Armaturenbrett, effizientere Klimaanlage und viele weitere Details für mehr Fahrerkomfort bis hin zum ergonomischen Sitz. Foto: KubotaPremiumtechnik: Im 5,2-Tonnen-Kurzheckbagger von Komatsu steckt die Technik der Großen. Foto: KomatsuNeue Kurzheckbagger von Volvo: automatisches Zwei-Gang-Getriebe für bessere Traktion sowie hydraulische Fahrpedale für eine einfache und genaue Steuerung der Ketten. Foto: VolvoNeue Hitachi-Minibagger: mehr Flexibilität, besserer Fahrerkomfort, mehr Leistung und weniger Treibstoffverbrauch. Foto: HitachiNeu aus dem Hause Wacker Neuson: Kompaktbagger unter zwei Tonnen und Kramer-Radlader mit einer Nutzlastkapazität von 1.750 Kilogramm. Foto: Wacker NeusonKomfort im neuen Kubota-Bagger KX080-4: digitales Armaturenbrett, effizientere Klimaanlage und viele weitere Details für mehr Fahrerkomfort bis hin zum ergonomischen Sitz. Foto: KubotaPremiumtechnik: Im 5,2-Tonnen-Kurzheckbagger von Komatsu steckt die Technik der Großen. Foto: KomatsuNeue Kurzheckbagger von Volvo: automatisches Zwei-Gang-Getriebe für bessere Traktion sowie hydraulische Fahrpedale für eine einfache und genaue Steuerung der Ketten. Foto: Volvo

Feuerwerk an Novitäten

23.08.2013

Die neuen EU-Abgasrichtlinien machen auch vor Kompaktmaschinen nicht halt. Was die neuen Modelle können, und wie sich die Händler am heimischen Markt matchen.

Jetzt sind die Kompakten dran: Die strengeren EU-Abgasrichtlinien der Stufe IIIB werden nun auch für Maschinen mit kleinen Motoren zum großen Thema. Viele Hersteller haben entsprechende Lösungen bereits im Angebot. Uneinigkeit herrscht noch da­rüber, ob ein möglichst früher Umstieg auf Maschinen, die der neuen Abgasnorm entsprechen, sinnvoll ist. Dank der Übergangsbestimmungen dürfen schließlich für einige Zeit Maschinen weiterverkauft werden, die der neuen Norm noch nicht entsprechen.

Andreas Eschenauer von der österreichischen Kubota-Repräsentanz Esch-Technik ist der Ansicht, dass Bauunternehmer gut fahren, wenn sie bereits heute auf die Abgasnorm IIIB setzen: „Ein Maschinenkauf ist schließlich eine Investition in die Zukunft“, sagt er. Eschenauers Meinung nach könnte künftig etwa in Ausschreibungen der Einsatz von Maschinen nach dem letzten Stand der Abgastechnik gefordert werden. „Vor allem aber wird der Wiederverkaufswert einer normgerechten Maschine künftig besser sein“, meint er. Diese Vorteile sowie der niedrigere Treibstoffverbrauch wiegen die höheren Anschaffungskosten locker auf, sagt Eschenauer. 

Früher Umstieg nicht empfehlenswert

Etwas anders sieht das Wolfgang Hora­tschek von CEE Maschinenvertrieb, der in Österreich den zu Doosan gehörenden Hersteller Bobcat vertritt. Die Bobcats werden ebenfalls Schritt für Schritt bis zu den entsprechenden Stichtagen mit der neuen Abgasreinigungstechnik angeboten. Einen möglichst frühen Umstieg auf die neue Technologie will Hora­tschek aber nicht generell empfehlen. Er bezweifelt vor allem, dass die Maschinen mit der neuen Abgasreinigungstechnologie künftig automatisch bessere Preise am Markt für Gebrauchte erzielen werden: „Viele gebrauchte Maschinen gehen ins Ausland. Die Anwender dort können mit den umweltfreundlichen Motoren noch nicht viel anfangen, weil ihnen dazu einerseits der höherwertige Treibstoff und andererseits die notwendigen Kenntnisse fürs anspruchsvollere Service fehlen.“ 

Selbstregenerierender Filter

Bei Kompaktmaschinen betrifft diese Diskussion derzeit vor allem die Stufe IIIB. Sie wird von fast allen Herstellern mit der Technologie Abgasrückführung und Partikelfilter erreicht. Große Erfahrung mit dieser Technologie hat man beim Takeuchi-Repräsentanten Huppenkothen in Vorarlberg gesammelt. „Wir liefern schon seit zehn Jahren unsere Maschinen für den Schweizer Markt mit einem Partikelfilter, der anstelle des Auspufftops montiert wird“, erzählt Geschäftsführer Martin Hofer. Künftig kommen die Maschinen für den gesamten EU-Markt serienmäßig von Takeuchi der Stufe IIIB entsprechend mit Abgasrückführung und Filter. 

Wie bei allen anderen Hersteller handelt es sich um sogenannte selbstregenerierende Filter, erklärt Hofer: „Sie werden im Zuge des laufenden Betriebs in der Maschine regeneriert und müssen nur beim großen Service alle 3.000 oder 4.000 Betriebsstunden getauscht werden.“

Takeuchi hat auf der Bauma den neuen TB 260 vorgestellt, einen Kompaktbagger mit 5,7 Tonnen Eigengewicht und zwei Meter breitem Laufwerk, einer Grabweite von 6,27 und einer Grabtiefe von 3,89 Meter: „Wir haben die ersten Maschinen in Österreich schon im April angeboten, die Neuheit ist mittlerweile bei Fahrern und Unternehmern sehr beliebt“, sagt Martin Hofer von Huppenkothen.

Anfang September wird die erste Lieferung der neuen Mobilbagger TB 295 W in Öster­reich einlangen. Huppenkothen hat von diesem 9,3-Tonnen-Bagger bereits 20 Stück verkauft. „Eine separate Fahrpumpe fürs Fahren mit den erlaubten 30 Stundenkilometern auf der Straße, deutlich höherer Fahrerkomfort und viele weitere Detailverbesserungen etwa beim Planierschild oder bei den Abstützpranken zeichnen diese Novität aus“, berichtet Hofer. 

„Eco-Mode“ spart Treibstoff

Kubota komplettierte heuer seine Kompaktbagger der KX-4-Serie in der oberen Gewichtsklasse mit dem KX080-4. Ein neuer Motor mit Common-Rail-System und Dieselpartikelfilter, der der Abgasnorm Stufe III B entspricht, eine neue Kabine mit digitalem Armaturenbrett, effizienterer Klimaanlage und vielen weiteren Details für mehr Fahrerkomfort zeichnen die Maschine aus. Energiesparen erfolgt bei der neuen Kompaktbaggerserie von Kubota automatisch: Der „Eco-Mode“ aktiviert sich beim Start des Motors und sorgt für minimalen Verbrauch bei gleichwertiger Produktivität. Resultat: um 18 Prozent weniger Treibstoffverbrauch.

Für schwere Einsätze gibt es im kleinen Kubota-Bagger den „Power-Mode“, der um fünf Prozent mehr Produktivität bringtBobcat hat in dieser Gewichtsklasse ebenfalls eine neue Maschine vorgestellt: Der Kompaktbagger E85 wird das aktuelle Modell E80 ersetzen. Außerdem bringt der Hersteller sechs neue Kompaktlader auf den Markt: „Bei diesen Geräten wurde sehr viel in den Fahrerkomfort investiert“, berichtet Wolfgang Horatschek. Er erwähnt, dass der Geräuschpegel in der Kabine um 50 Prozent gesenkt wurde, es Anschlüsse für iPod und Mobiltelefon gibt und die Rundumsicht um 30 Prozent verbessert wurde. Auch viele anderen Details der neuen Lader, die als Serie 500 seit März Schritt für Schritt auf den Markt kommen, hat man optimiert.

Novitäten ohne Ende

Wie überhaupt bei den Kompaktmaschinen und hier vor allem bei den kleinen Baggern war heuer das große Jahr der Novitäten. Komatsu etwa präsentierte einen neuen Kurzheckbagger der 5,2-Tonnen-Klasse. Die Maschine ist mit dem CLSS-Hydrauliksystem ausgestattet, das auch bei simultanen Bewegungen Spitzenleistungen ermöglicht. Caterpillar ergänzte sein Programm an Kompakten mit Minibaggern in der Klasse von 1,6 bis 2,5 Tonnen. Die Kleinen wollen mit großem Fahrerkomfort und beispielhafter Servicefreundlichkeit punkten. Volvo brachte drei neue Kurzheckbagger mit Betriebsgewichten von 2,5 bis 9,5 Tonnen auf den Markt. Ein automatisches Zwei-Gang-Getriebe für bessere Traktion sowie hydraulische Fahrpedale für eine einfache und genaue Steuerung der Ketten sind Merkmale dieser Maschinen.

Damit ist die neue Neuheitenparade längst nicht zu Ende: Hitachi stellte im Sommer zwei neue Minibagger mit Betriebsgewichten von 4,7 bis 5,0 und 5,0 bis 5,3 Tonnen vor. Wie die meisten anderen Novitäten des aktuellen Jahres bieten auch diese Maschinen mehr Flexibilität, besseren Fahrerkomfort, mehr Leistung und weniger Treibstoffverbrauch. Hyundai komplettierte mit einem Minikettenbagger in der 2,6-Tonnen-Klasse sein Programm. Interessante Details sind hier unter anderen haltbare Kunststoff-Luftfilter, längere Standzeiten für Hydraulikfilter (1.000 Stunden) und Hydrauliköl (5.000 Stunden), was alles zu niedrigeren Betriebskosten beiträgt.

Minibagger unter Strom

Natürlich präsentierte auch Wacker Neuson eine Reihe interessanter Neuheiten. Etwa einen Minibagger, der über ein Elektrohydraulikaggregat ohne Leistungsverlust vollkommen emissionsfrei betrieben werden kann. Mit dem Kompaktbagger EZ17 ergänzte das Unternehmen seine Zero-Tail-Reihe um ein Modell unter zwei Tonnen, die Radladerserie wurde nach unten hin abgerundet. Außerdem gab es zwei neue Kramer-Radlader. Das größere Modell 650 bietet eine Nutzlastkapazität von 1.750 Kilogramm.

Die Neuheiten sollten Bewegung in den Markt bringen. Überlegener Leader bei Kompaktmaschinen ist in Österreich Huppenkothen mit Takeuchi. Der Marktanteil des Unternehmens bei Minibaggern dürfte bei satten 70 Prozent liegen. Am zweiten Platz sieht sich Stephan Kuhn mit Komatsu. Kuhn meint, dass Komatsu auch im Kompaktbereich der Premiumanbieter ist: „Wir nutzen bei den Kleinen die Technik der Großen“, sagt Kuhn. So sind beispielsweise alle Kompaktmaschinen mit Comtrax ausgestattet, punkto Sicherheit können die Komatsu-Minis ebenfalls mit den Großgeräten mithalten, „und außerdem sind alle unsere Kompaktbagger Kurzheckversionen“, sagt Kuhn mit einem kleinen Seitenhieb auf den Wettbewerb.

Marktposition anknabbern

Bei Kompaktladern ist Bobcat laut CEE-Chef Wolfgang Horatschek unumstritten die Nummer eins. „Im Bereich Minibagger und Teleskoplader haben wir allerdings sicher noch einen Aufholbedarf“, gesteht Horatschek ein. Immerhin gelang es ihm in den vergangenen drei Jahren die Marktanteile auszubauen, sagt Horatschek. Mehr Umsatz zulasten der Mitbewerber will auch Andreas Eschenauer mit Kubota machen. Er glaubt, dass die neuen Maschinen dazu eine gute Basis sind. Vorbilder gebe es für Eschenauer reichlich: In Deutschland und auf vielen anderen Märkten sei Kubota bei den Kompaktmaschinen die Nummer eins. Dass die Mitbewerber seine Marktposition anknabbern möchten, sieht Martin Hofer gelassen: „Wir knabbern zurück“, sagt er trocken und meint, mit den neuen Takeuchi-Maschinen TB 260 und TB 290 die Führungsposition sogar ausbauen zu können.

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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