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Die FH Technikum Wien zeigt Initiative gegen die Verschwendung von Talenten und startet die webbasierte Crowdfunding-Kampagne „One of 1000“, mit der zusätzliche technische Studienplätze finanziert werden.

FH Technikum Wien startet Crowdfunding-Kampagne

05.06.2019

Ausbildung. Digitale Crowdfunding-Kampagne „One of 1000“ sammelt Spenden für mehr technische Studienplätze.

„One of 1000“

„One of 1000“ läuft von Mai bis August 2019. Den Anfang machten die Kampagnen für Studienplätze der Studiengänge Mechatronik/Robotik und Urbane Erneuerbare Energietechnologien. Die Studiengänge, für die gespendet werden kann, wurden aufgrund der Nachfrage von (potentiellen) Studierenden und Unternehmen ausgewählt. Grundlage für die Kampagnenziele ist die öffentliche Förderung für einen technischen Studienplatz an der FH Technikum Wien von 8.850 Euro im Jahr, also 26.550 Euro bis zum Abschluss eines Bachelor-Studiums. Die generierten Spenden fließen zu 100 Prozent in die Finanzierung von Studienplätzen und sind steuerlich absetzbar. Spenden sind bereits ab zehn Euro auf der Plattform www.technikum-crowd.at möglich. 

Im Herbst 2018 musste die FH Technikum Wien über 1.000 qualifizierte Bewerberinnen und Bewerber aufgrund fehlender öffentlich finanzierter Studienplätze abweisen. Dem steht ein dramatischer Mangel an technischen Fachkräften in der Industrie gegenüber. Trotzdem ist das Wachstum an Fachhochschulen gebremst – 2019 gibt es keine neuen öffentlich finanzierten Studienplätze. Deshalb startet die FH Technikum Wien jetzt auf der Plattform www.technikum-crowd.at eine Crowdfunding-Kampagne, um in Eigeninitiative zusätzliche technische Studienplätze an der Hochschule zu schaffen.

Einzelspender und Industrie gefragt

Mit der Crowdfunding-Kampagne sollen möglichst viele Einzelspender angesprochen werden. Aber auch die Unterstützung der Industrie ist gefragt. Lothar Roitner ist Geschäftsführer des Fachverbands der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI) und Präsident der FH Technikum Wien. In seiner Doppelrolle kennt er sowohl die Bedürfnisse der Industrie als auch der Fachhochschule. „Acht von zehn Industrieunternehmen leiden gegenwärtig unter Rekrutierungsproblemen in Technik, Produktion sowie Forschung und Entwicklung. Umso absurder ist es, dass die FH Technikum Wien im vergangenen Herbst über 1.000 qualifizierte Bewerberinnen und Bewerber  abweisen musste, weil es nicht genügend Studienplätze gegeben hat. Unter dieser Inkonsistenz  leiden Unternehmen, (potentielle) Studierende und am Ende auch die Wirtschaft.“

Einer, der sich entschlossen hat, die Kampagne zu unterstützen ist Kurt Hofstädter, Director Digital Strategy bei der Siemens AG und stellvertretender Präsident der FH Technikum Wien: „Wir bei Siemens suchen Absolventinnen und Absolventen der MINT-Fächer, ganz besonders aus den Bereichen Elektrotechnik, Maschinenbau, Robotik, sowie Expertinnen und Experten für Edge Computing, Cloud Computing und Künstliche Intelligenz. Diese Fachhochschulabgängerinnen und –abgänger werden von der österreichischen Industrie dringend benötigt, um ihren erfolgreichen Weg in der Digitalisierung fortsetzen zu können. Daher haben wir uns entschlossen, die Kampagne zu unterstützen.“

(tk)

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