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Duffek und Bauer mit Gaggenau-Kühlgerät

Gaggenau-Chef Wolfgang Duffek: „Bei uns folgt die Küche den Geräten“

20.03.2015

Konkurrenz durch den Internet-Handel? Konsum-Zurückhaltung? Für Gaggenau ist all das kein Thema, die Luxus-Marke legte 2014 acht Prozent an Umsatz zu. Woran’s liegt? „Wir haben loyale Kunden und kompetente Handels-Partner“, so der Geschäftsleiter. Gaggenau-Kommissionen werden praktisch nur in geplanten Küchen verkauft.

Kombi-Dampfgarer
Gaggenau-Geschirrspüler

Bei den küchenwohntrends in Salzburg wird die BSH-Marke Gaggenau als Aussteller nicht zu finden sein. Die Geräte waren jüngst auf der Wohnen & Interieur am Stand der Handelspartner, zum Beispiel der Raumwerkstatt Lehner, zu sehen. Darunter auch eine Innovation, die im Jänner auf der LivingKitchen erstmalig präsentiert wurde: Dampf-Backöfen der Serie 400 sind künftig mit einem vollautomatischen Reinigungs-System ausgestattet. Das System basiert auf Festwasser-Anschluss in Verbindung mit Reinigungs-Kartuschen und säubert den Innenraum der Geräte so gründlich wie die Pyrolyse beim Backofen.

 

Auch die übrige Gaggenau-Range kann mit Alleinstellungen aufwarten. Duffek sieht die Marke entsprechend als „Luxury Brand für den ambitionierten Hobby-Koch, da die Technik zu einem guten Teil aus der Profiküche kommt“. Das Spektrum reicht vom Brotbackstein, der sich im Innenraum der Herde anstecken lässt, bis zur Verwendung hochwertigster Echtmaterialien wie Glas, Aluminium und Edelstahl. Ein im Wortsinn gewichtiges Argument: So ein Gaggenau-Backofen bringt eben gleich mal 60 Kilo auf die Waage (anstatt der rund 30 kg eines herkömmlichen Geräts). Die Kühlgeräte wiederum sind selbst im Innenraum mit Edelstahl verkleidet, das bedeutet einerseits leichte Reinigung und ist andererseits antibakteriell.

 

Der Preis ist nicht das Kaufkriterium

 

Diese Qualität hat ihren Preis: Gaggenau-Kommissionen bewegen sich erfahrungsgemäß durchaus auf dem Preisniveau einer Küche. Entscheidend ist die Lösung für den Kunden, angepasst auf die Koch- und Lebensgewohnheiten. In der Praxis fällt zunächst die Entscheidung für die Art und Anzahl der Geräte. Erst danach wird die Küche geplant. Duffek: „Wichtig ist vorab zu klären, wie viele Wasser-Anschlüsse benötigt werden, etwa ob ein Dampf-Backofen mit Festwasser-Anschluss gewünscht wird. Bei unseren Kunden bleibt es nie bei nur einem Kühlgerät. Dazu kommen eventuell noch Wasser- und Eis-Dispenser, ein Wein-Klimaschrank oder zwei Geschirrspüler. Das heißt, es sind schon einmal mehrere Festwasser-Anschlüsse notwendig.“

 

Macht in Summe einiges an Umsatz für den Küchen-Händler. Und das wird auch so bleiben, prophezeit der Geschäftsleiter: „Das mittlere Preissegment trocknet aus. Das Luxus-Segment wird so weiterlaufen wie zuletzt, die Käufergruppen dafür sind da, es gibt eindeutig einen Trend zu Qualität. Auch der Trend zu neuen Materialien wie etwa zu Keramik oder Stein in der Küche kommt uns entgegen, da passen wir gut dazu.“ „Wie zuletzt“ heißt konkret: plus acht Prozent bei einem Markt, der bei mageren 0,9 Prozent Zuwachs dümpelte.

 

Neue Marketing-Strategie

 

Angesichts eines Kunden, der bereit ist, so viel in seine Küche zu investieren, muss auch die Leistung passen – „zu 100 Prozent“. Gaggenau gewährleistet das gleichmäßig hohe Leistungs-Niveau durch ein selektives Vertriebs-System. Die zurzeit rund 250 zertifizierten Händler entstammen ausschließlich dem gehobenen Küchen-Fachhandel. Was es braucht, um zu diesem erlauchten Kreis zu gehören, sind keine absoluten Umsatz-Größen, sondern „Commitment, Professionalität und Beratung“. Im Gegenzug bietet Gaggenau hochwertige Produkte, permanente Außendienst-Betreuung und regelmäßige Schulungen – derzeit im Rahmen der Gaggenau Exclusive Tour.

 

Dazu passend wurde die Marketing-Strategie noch schärfer auf die Zielgruppe angepasst. Gaggenau stellt ab heuer auf Special Interest-Messen österreichweit aus und setzt diese Strategie auch in der Werbung fokussiert um. Das Marketing-Budget wurde entsprechend angepasst.

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