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Gutes Krisenmanagement

09.05.2001

Bei den meisten Bauvorhaben, sei es die Errichtung von Gebäuden, Straßen und Brücken, Kraftwerken oder Tunneln, sind Arbeiten erforderlich, die den Baugrund involvieren. Vielfach ist der Boden, auf dem man bauen will, nicht tragfähig genug, um die Last des Baukörpers „setzungsarm“ zu übernehmen. Dann ist eine Verbesserung des Untergrunds oder eine Ableitung der Bauwerkslasten in eine tiefere Bodenschichte notwendig. Dies kann mittels betonierten Bohrpfählen oder Schlitzwänden sowie Stahlpfählen, die in den Untergrund gerüttelt werden, erfolgen. Die Auseinandersetzung mit dem zu bebauenden Grund birgt oft ein Risiko und großes Konfliktpotenzial zwischen den Beteiligten in sich. Der Boden kann nämlich vorweg nur stichprobenartig erkundet werden und sich dann in der Realität anders als erwartet darstellen. Diese unvorhergesehene Situation kann eine veritable Krise auslösen; denn es müssen infolge dessen Umplanungen (z. B. der Gründungsmethode) erfolgen, und das kostet Zeit und zusätzliches Geld. In so einem Fall kommt es darauf an zu improvisieren, schnell zu reagieren und kompromissbereit eine alternative Lösung zu finden. Das Wichtigste ist dabei, dass Bauherr, Planer und Gutachter und Bauunternehmer vertrauensvoll und konstruktiv miteinander umgehen. Dem Bauherrn muss klar sein, dass das Baugrundrisiko in seiner Sphäre liegt, denn er stellt den Baugrund „quasi“ bei! Wenn alle Beteiligten „am selben Strang und in die gleiche Richtung ziehen“, kann das Problem schnell gelöst und weitergebaut werden.

 

Autor/in:
Peter Außerlechner
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