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Handwerkerbonus: Signal für Gewerbe und Handwerk

16.06.2016

Ziel des Mitte 2014 eingeführten Handwerkerbonus ist die Bekämpfung der Schwarzarbeit. Für 2016 und 2017 stehen laut neuem Finanzrahmen nun jeweils weitere 20 Millionen Euro zur Verfügung. Privatpersonen können sich aus diesem Topf Geld für Wohnraumrenovierungen zurückholen, wenn die Arbeiten von befugten Handwerksbetrieben durchgeführt werden. Die Vergütung beträgt 20 Prozent des Rechnungsbetrags, aber maximal 600 Euro jährlich pro Wohnobjekt.
 

„Wichtiges Signal für die heimischen Gewerbe- und Handwerksbetriebe.“ Renate Scheichelbauer-Schuster.
Auch die Wiener Spartenobfrau Gewerbe & Handwerk, Maria Smodics-Neumann, freut sich über die Verlängerung des Handwerkerbonus und hofft auf Konjunkturimpulse.

Bisher haben rund 60.000 Personen den Handwerkerbonus in Anspruch genommen, der über die Bausparkassen abgewickelt wird. Wie in den vergangenen beiden Jahren ist auch bei der jetzigen Fortführung der Förderaktion die Obergrenze (Deckelung) der ausschüttbaren Mittel mit 20 Millionen Euro festgelegt. Ein Wermutstropfen, denn 2015 war der Fördertopf bereits im August ausgeschöpft. Einen Rechtsanspruch auf den Handwerkerbonus gibt es nicht.
Aufseiten der Wirtschaftskammer, die sich für die Fortsetzung des Handwerkerbonus stark gemacht hatte, sind die Reaktionen positiv. WKÖ-Präsident Christoph Leitl und die Obfrau der Bundessparte Gewerbe und Handwerk, Renate ­Scheichelbauer-Schuster zeigten sich erfreut, dass die Regierung „mit der Neudotierung des Handwerkerbonus den heimischen Gewerbebetrieben ein wichtiges Signal aussendet“. Studien hätten gezeigt, dass der Bonus ein wirksames Instrument sei, Schwarzarbeit einzudämmen und Aufträge bei den Betrieben zu halten, so die Spartenobfrau. Schätzungen zufolge verursache Schwarzarbeit in Österreich einen volkswirtschaftlichen Schaden von bis zu 20 Milliarden Euro.
Der Handwerkerbonus sei ein taugliches Mittel, „in dieser für den Arbeitsmarkt so schwierigen Lage, Beschäftigung zu halten oder sogar auszubauen“, ist WKÖ-Präsident Leitl überzeugt. Sonja Zwazl, Präsidentin der Wirtschaftskammer NÖ, schlägt in dieselbe Kerbe: „Der Bonus kurbelt die Konjunktur an, unterstützt insbesondere kleine und mittlere Unternehmen in den Regionen, sichert damit auch Beschäftigung und dämmt den Pfusch ein“, so Zwazl.
Für Klein- und Mittelbetriebe kann mitunter jeder zusätzliche Auftrag die Entscheidung unterstützen, qualifizierte Mitarbeiter weiter zu beschäftigen. Analysen der KMU Forschung Austria haben gezeigt, dass im Zeitraum der Gewährung des Handwerkerbonus 2014/15 die Zahl der Arbeitsplätze in den betroffenen Branchen um rund 2.800 gestiegen ist. 

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