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Diskussionsrunde beim ersten Kamingespräch zum Thema Raumordnung und Baukultur. 

Kamingespräch Raumordnung

08.02.2016

Im Kulturkraftwerk oh456 in Thalgau, bei sps÷architekten, fand kürzlich das erste Kamingespräch im Rahmen der Heimatabende der anderen Art statt. Es diskutierten
namhafte Experten zum Thema Raumordnung und Baukultur. 

Gastgeber waren die Initiative Architektur und Architekt Simon Speigner – sie wollen mit dem Kamingespräch ein neues Format ähnlich den von früher bekannten Bürgermeisterfrühstücken
etablieren. Eine hochkarätig besetzte Runde aus Architekten, Experten der Verwaltung, Bürgermeistern und der ressortzuständigen Frau LH-Stv. Dr. Astrid Rössler diskutierte die uns alle betreffenden Themen der Raumordnung in unserem Land. Dazu hielten der ehemalige Bürgermeister von Zwischenwasser, Josef Mathis und Architekt Mag. Roland Gruber von Landluft jeweils ein Impulsreferat. Im Zuge dieser Vorträge wurden einige für Salzburg neue Ideen präsentiert: Siedlungsgrenzen – die rote Linie um bebautes Gebiet, Leerstandsmanagement, Erbpachtverträge wie in Bayern schon erfolgreich angewendet. Roland Gruber erläuterte den Verein Landluft, den Baukulturgemeindepreis – beides erfolgreiche Initiativen für Baukultur im ländlichen Raum. Denn Baukultur geht uns alle an – Baukultur ist das in Stein gegossene Abbild unserer Kultur und unseres Zusammenlebens – Baukultur ist ein Ergebnis des Zusammenwirkens von Politik, Verwaltung, Planer und Bauherren. Wer macht Baukultur im Dorf?

Dr. Astrid Rössler erläuterte die Dialogforen für das Thema Raumplanung.  Salzburg hat ein großes Potential zum Thema gewidmetes nicht verfügbares Bauland. In den Raum gestellt wurde auch eine Art landesweite Grünlanddeklaration. Thematisiert wurde unter anderem auch, dass aus zu großem Engagement in Raumordnungsfragen bedauerlicher Weise meistens kein politisches Kapital zu schlagen ist und dieses bei anstehenden Wahlen seitens der Wählerschaft nicht honoriert wird. Dabei geht es gerade bei diesem Thema um eines der drängendsten Probleme: Wie und in welcher Umgebung wollen wir zukünftig leben? Es ist hier auch festzuhalten, dass Frau LH-Stv. Dr. Rössler, in dieser Sache sehr besonnen und ernsthaft arbeitet. Populismus führt hierbei nicht nachhaltig zum Ziel. Dr. Gerhard Dobelhammer stellt 3 Thesen auf:

  • Es ist wichtig, dass alle nicht bloß die örtliche Sicht einnehmen – gefragt ist eine überörtliche Koordination in der Region.
  • Wie können Werte erhalten bleiben bzw. trotz Eigentumsrecht Bauland mobilisiert werden?
  • Wichtig ist auch die Baukultur und hier sind Qualitätsbeiräte und Wettbewerbe moderate Maßnahmen.

Frau LH-Stv. Dr. Rössler meinte, dass ein neues ROG eigentlich gar nicht nötig wäre – es wäre viel wichtiger, wenn sich Gemeinden an dieses einfach halten würden. Es ist also eine Frage der Einstellung und die Bewusstseinsschärfung hierfür stand an diesem Abend im Vordergrund. Es ist die Energie, die jeden von uns bewegt und unsere Orte zu dem werden lassen, was sie sind.
 

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