Direkt zum Inhalt
Advertorial

Krebserzeugende Altlasten

01.03.2020

Noch vor drei Jahrzehnten hielt die Bauwirtschaft auf Asbest große Stücke. Heute weiß man: Asbestfasern sind krebserzeugend. Asbest ist jedoch nicht die einzige gesundheitsgefährdende Altlast, mit der man vor allem bei Abbruch- und Sanierungsarbeiten konfrontiert ist.

Dass ältere Dach- und Fassadenplatten häufig aus Asbestzement bestehen, ist in der Branche bekannt. Trotzdem wird bei Abbrucharbeiten häufig nur Atemschutz und kein Schutzanzug getragen. Viele andere asbesthaltige Produkte im Innenbereich werden gar nicht als solche erkannt, etwa Brandschutzelemente und -anstriche, Rohre aus Asbestzement oder asbesthaltige Kleber.

Nicht mit Asbest vergleichbar und doch ein Problem bei Abbruch und Sanierung sind „alte“ künstliche Mineralfasern (KMF), die als Glas-, Stein- oder Schlackenwolle als Dämmstoffe eingesetzt wurden. Produkte, die bis 1996 hergestellt und bis 1998 verkauft wurden, stehen in Verdacht, beim Einatmen Lungenkrebs zu verursachen. Dieses Risiko ist bei neuen KMF-Produkten nicht gegeben, allerdings lässt sich anhand des Aussehens nicht feststellen, ob es sich um „alte“ oder „neue“ KMF handelt. 

Auch Parkettbodenkleber oder alte Dachbahnen können gesundheitsgefährdende Altlasten sein. Sie können polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) enthalten – eine Stoffgruppe, zu der auch krebserzeugende Verbindungen zählen. Werden solche Produkte in Innenräumen ausgebaut, können einatembare, PAK-haltige Stäube entstehen.

Einen Überblick, welche potenziell krebserzeugenden Stoffe bei Bautätigkeiten verwendet oder freigesetzt werden können und wie man sich schützt, bietet ein neues Merkblatt der AUVA: Das „M.plus 340.6 Krebserzeugende Arbeitsstoffe auf Baustellen“ erleichtert es Vorgesetzten, Risikopotenziale zu erkennen und Schutzmaßnahmen für Beschäftigte zu setzen. 

AUVA-Präventionsschwerpunkt „Gib Acht, Krebsgefahr!“

Im Rahmen ihres Präventionsschwerpunktes „Gib Acht, Krebsgefahr!“ informiert die AUVA rund um krebserzeugende Arbeitsstoffe. Betriebe können zu dem Thema Beratungen durch AUVA-Experten, Schulungen sowie kostenlose Merkblätter, Poster und Erklärfilme nutzen.

Mehr Informationen unter www.auva.at/krebsgefahr 

 

 

Weiterführende Themen

Aktuelles
02.04.2020

Die drei österreichischen Schalungsanbieter Doka, Hünnebeck und Peri – alle drei Mitglieder des ÖVBS - stellen die Versorgung mit Mietmaterial im Bereich Schalungstechnik sicher.

"Temporär produziert Synthesa aus den im Hause verfügbaren Rohstoffen sogar ein eigenes Desinfektionsmittel", zeigt sich Synthesa-Chef Georg Blümel stolz.
Aktuelles
02.04.2020

Bei Synthesa ist man derzeit in der Lage an allen Standorten zu produzieren - auch dank der frühzeitigen Umsetzung der Schutzmaßnahmen für die Mitarbeiter. Warum man seit 1. April trotzdem von der ...

Die Baubranche ist gewohnt schnell wieder Mut zu fassen, wenn etwas danebengegangen ist – auch wenn dies Covid-19 ist -, zeigt sich Anton Rieder überzeugt.
Aktuelles
01.04.2020

Anton Rieder, Tiroler Landesinnungsmeister und GF von Riederbau, im Interview über Covid-19, die Lage der Tiroler Bauunternehmen und was die größte Herausforderung bei der Umsetzung der ...

Die Bauakademie OÖ bietet kostenlose Webinare über viele Fragen in der Corona-Krise.
Aktuelles
01.04.2020

Der Informationsbedarf in der Corona-Krise ist auch in der Baubranche gewaltig. Die Bauakademie OÖ bietet deshalb in den nächsten Tagen kostenlose Webinare, die sich mit den wichtigsten Fragen von ...

Mit dem Härtefall-Fonds will die Regierung Kleinstunternehmern finanziell unter die Arme greifen.
Aktuelles
01.04.2020

Gut zu wissen: Im neuen Maßnahmenpaket für die Wirtschaft ist zur Bekämpfung der Corona-Krise auch ein Härtefall-Fonds vorgesehen. Die wichtigsten Fragen und Antworten haben wir zusammengefasst. ...