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Präzises Hobeln

04.10.2013

Sorgfältige Grader-Arbeit spart Zeit, Geld und Beton. GPS-Steuerungen unterstützen dabei den Fahrer und liefern auch den entsprechenden Nachweis. 

Baut auf den legendären O&K-Geräten auf: Grader von New Holland.

Einst waren die von Orenstein & Koppel in Berlin produzierten Grader die besten Geräte am Markt. Das Unternehmen ist seit wenigen Jahren Geschichte. Die legendären O&K-Grader werden aber nach wie vor in Berlin produziert – von New Holland. Als einziger Graderproduzent stellte New Holland heuer zumindest eine kleine Novität vor: eine Niedrigfahrkabine. Sie reduziert die maximale Höhe der Graderkabine um 180 Millimeter, dadurch entfallen die bisher für einige Modelle geltenden Transportbeschränkungen.

Nach wie vor sehen lassen können sich aber auch die schon seit längerem am Markt befindlichen Grader. Komatsu etwa hat 2010 zwei Modelle auf den Markt gebracht. Eine wesentliche Verbesserung gegenüber den Vorgängermodellen: der geringere Kraftstoffverbrauch. Volvo-Grader entsprechen schon seit einigen Jahren der Abgasnorm IIIB. Ein Plus hier ist das Getriebe für einfaches Schalten und eine optimale Kombination von Kraft und Traktion. Caterpillar setzt bei der aktuellen Baureihe unter anderem auf Joysticksteuerung, bei der rund 80 Prozent weniger Hand- und Handgelenksbewegungen erforderlich sind.

Präzis dank GPS

Vier Grader von Caterpillar stehen bei der Baufirma Granit im Einsatz. Genutzt wer-den sie für den Bau von Forstwegen ebenso wie auf Großbaustellen. Bei Letzteren – etwa bei einer Umfahrungsstraße in Sollenau oder beim Koralmtunnel – werden die Grader für die Erhaltung der Baustellenstraßen und danach für die Feinplanie eingesetzt. Bei größeren Flächen, etwa für einen Hallenbau, verwendet man ebenfalls Grader für die Herstellung eines planen Untergrunds: „Je genauer hier gearbeitet wird, desto weniger Beton wird verbraucht“, erklärt Andreas Stibor von Granitbau.

Damit Grader präzis genutzt werden können, sind sie immer öfter mit GPS-Steuerung ausgestattet. Dabei werden vom Vermessungstechniker Aufnahmen des Naturgeländes über Software mit den Plänen kombiniert und für die Maschinensteuerung aufbereitet. „Für den Fahrer ist das kurzfristig eine Umstellung, weil er auch etwas Vermessungstechnik lernen muss, aber an und für sich sind die Fahrer mit der Technik sehr zufrieden und arbeiten gern damit“, erzählt Andreas Stibor. Ein Plus ist auch bei dieser Technik, dass mit der Aufzeichnung ein Nachweis existiert, dass die Grader­arbeiten richtig durchgeführt wurden.

Stibor ist mit den Cat-Gradern zufrieden. Die Fahrer nützen sie gern, und die Maschinen bringen auch perfekte Leistung: „Es gibt natürlich andere Grader, die ebenfalls gut sind, aber wir werden von Zeppelin sehr gut betreut, und das After-Sales-Service funktioniert ebenfalls sehr gut“, urteil Stibor.

Autor/in:
Wolfgang Pozsogar
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