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Das Mobile FEI-Labor ermöglicht eine schnelle und genaue Analyse von vor Ort entnommenen Proben.Dank der ­Unter­stützung des ­BMWFW konnte die Idee umgesetzt und das Labor am ­letzten Stand der Technik ausgestattet werden.Das Mobile FEI-Labor ermöglicht eine schnelle und genaue Analyse von vor Ort entnommenen Proben.Dank der ­Unter­stützung des ­BMWFW konnte die Idee umgesetzt und das Labor am ­letzten Stand der Technik ausgestattet werden.

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20.06.2014

Ein Analyselabor auf vier Rädern ist ab sofort in ganz Österreich unterwegs und macht Untersuchungen vor Ort möglich. 

Zwischen Entnahme und Analyse von Baumaterial liegen oft mehrere Stunden. Nachdem das Probenmaterial am Gebäude entnommen wurde, muss es zur Untersuchung in ein Labor mit dem nötigen Equipment gebracht werden. Bereits der Transport dorthin kann Veränderungen der Proben verursachen. Ebenso kommt es oft vor, dass man während der Analyse feststellt, dass zusätzliches Material benötigt wird und man dadurch den Objektstandort erneut anfahren muss. Allerdings kann es dabei passieren, dass wegen fortgeschrittener Baumaßnahmen der Zugang zum Untersuchungsmaterial nicht mehr möglich ist.

Das Labor auf Rädern

Die Experten von OFI, BTI und ASiC sind mit diesen Umständen bestens vertraut. Aus diesem Grund haben sie ihre Erfahrungen gebündelt und eine Lösung erarbeitet, um Probenentnahmen und Analysen in Zukunft besser akkordieren zu können. Mit finanzieller Unterstützung durch das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft konnten die drei ACR-Institute die Idee eines „Mobilen FEI-Labor“ umsetzen und dieses ausstatten. Hinter dem Begriff verbirgt sich ein Bus, in dem sich verschiedenste Mess- und Analysegeräte befinden. In diesem Labor können direkt beim Untersuchungsobjekt die entnommenen Proben ausgewertet werden, wodurch lange Transportwege entfallen. Fundierte Ergebnisse liegen umgehend vor Ort vor und beschleunigen so mögliche erforderliche Maßnahmen oder Zusatzuntersuchungen.

Flexibel, unabhängig, jederzeit einsatzbereit

Vor allem bei der Untersuchung von Gebäuden oder Objekten in abgelegenen Gebieten sind Analysen unmittelbar vor Ort sinnvoll, damit sich bei langen Transportwegen nichts am Untersuchungsgegenstand verändert. Hinzu kommt, dass manche Proben gar nicht transportiert werden können und eine Prüfung sowieso vor Ort stattfinden muss. Das Mobile FEI-Labor ist mit einem kompletten EDV-System, allen nötigen Geräten und Labormaterialien sowie einem eigenen Stromaggregat ausgerüstet. Dadurch ist der Bus jederzeit einsatzbereit und weitgehend unabhängig von der In­frastruktur am Einsatzort. 

Alles ist möglich

Die Einsatzmöglichkeiten des Mobilen FEI-Labors sind vielfältig. So kann von Materialanalytik, Feuchtebestimmung, Bohrkernentnahmen über Thermografie und Schwingungsmesstechnik bis hin zu Leistungsmessungen an Photovoltaikanlagen sowie Durchflussmengenmessungen von Solaranlagen alles durchgeführt werden.
Die verschiedenen Bereiche sind – je nach Kundenauftrag – jederzeit miteinander kombinierbar. Der gemeinsame Gerätepool und die institutsübergreifende Nutzung erleichtert dabei die Abwicklung von FEI-Aufträgen, verbessert die Geräteauslastung und senkt so die auftragsbezogenen Kosten für den Kunden.

Info:

ACR-Institute in Oberösterreich
Austrian Solar Innovation Center:
Das ASiC in Wels beschäftigt sich mit dem Thema der Solartechnologie. Die Experten beforschen, entwickeln und prüfen Wärmeerzeugungs- und Speichersysteme.
Bautechnisches Institut Linz:
Das BTI ist eine Versuchs- und Forschungsanstalt für Baustoffe und Baukonstruktionen. Die Experten forschen und beraten rund ums Bauen und zu Baumaterialien.
BVS-Holding GmbH:
Die Experten der BVS-Gruppe in Linz beschäftigen sich mit der Entwicklung von Brandschutzprodukten durch Beratung, Tests, Simulation und Aufbereitung bis zur Marktreife.

Autor/in:
Christoph Hauzenberger
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