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Smart Cities Days 2016

02.03.2016

Die in Paris beschlossenen verschärften Klimaziele erfordern einen möglichst schnellen und umfassenden Umbau unseres Energie- und Mobilitätssystems. Technologische Innovationen reichen dabei allerdings nicht aus. Wichtig ist vor allem, diese sinnvoll in den Alltag der Menschen zu integrieren und sie für alle leistbar zu machen. In diesem Zusammenhang präsentiert der Klima- und Energiefonds Pionierprojekte seiner Smart-Cities-Initiative bei der Urban Future Global Conference in Graz.

Der Klima– und Energiefonds mit seiner – als Vorreiter in ganz Europa bereits 2010 gestarteten – Smart-Cities-Initiative an. Österreichweit haben sich bereits 32 urbane Regionen diesem Ziel gewidmet, und 61 konkrete Projekte wurden gestartet. Knapp 30 Millionen Euro Fördergeld sind investiert worden. Beim heutigen Pressegespräch im Rahmen der URBAN FUTURE Global Conference Graz präsentierte der Klima- und Energiefonds drei dieser zukunftsweisenden Stadt-Projekte: Graz, Oberwart und Hallein zeigen eindrucksvoll, auf welch vielfältige Weise die Transformation zur Stadt von morgen möglich ist.

 

Nachhaltige Lebensräume für unsere Zukunft

Wie und wo leben und arbeiten wir in Zukunft? Welchen neuen Themen und Aufgaben müssen sich Städte in Zukunft stellen und in welcher Form? Um die Lebensqualität künftiger Generationen zu optimieren, spielt der intelligente Einsatz des technischen Fortschritts im Lebensalltag der städtischen BewohnerInnen eine tragende Rolle. „Unsere Energie- und Mobilitätszukunft entscheidet sich in den Städten. Sie sind unsere Innovationsräume, in denen unterschiedliche Lebenswelten aufeinanderprallen und sich neue Technologien mit atemberaubender Geschwindigkeit verbreiten. Die Stadt muss auch in Zukunft leistbar, lebenswert und umweltfreundlich sein“, betont Theresia Vogel, die Geschäftsführerin des Klima- und Energiefonds. Ziel einer Smart City ist es daher, technologische Innovationen erfahr- und erlebbar zu machen und die aktive Mitgestaltung des eigenen Lebensraums zu ermöglichen. „Wollen wir das in Paris verschärfte Klimaziel von maximal 1,5 Grad erreichen, müssen wir den Systemumbau rasch vorantreiben. Der Klima- und Energiefonds liefert seit Jahren realisierbare Antworten auf die Energie- und Mobilitätsfragen der Zukunft. Wir machen die Stadt von morgen schon heute erlebbar.“

 

...Oberwart...

Darauf setzt auch Oberwart und rückt mit seinem Smart-City-Projekt „Loadshift Oberwart“ die großflächige Vernetzung von Energieerzeugern und -verbrauchern in den Vordergrund. „Erneuerbare Energien bringen neue Herausforderungen und Chancen mit sich, etwa wenn es um die konstante Energiebereitstellung für die Nutzer oder auch um die Energieeinspeisung dezentraler Erzeuger ins Stromnetz geht. Deshalb entwickeln wir in Oberwart mit unseren Partnern aus Industrie und Wirtschaft ein gebäude- und nutzerübergreifendes Energiemanagementsystem,“ betont Projektleiter Andreas Schneemann.

 

...und Hallein

Das junge, aufstrebende Projekt „Wohnen findet Stadt“ in Hallein konzentriert sich auf soziale Aspekte und zeigt eindrucksvoll, wie Smart Cities zunehmend an Breite gewinnen. „Am Beispiel der Burgfriedsiedlung in Hallein verfolgen wir einen integrativen Ansatz zur Sanierung und Modernisierung von Gebäuden und Gebäudeverbünden im sozialen bzw. kommunalen Wohnbau. Vor allem die Meinungen und die Bedürfnisse der Bewohner in Abstimmung mit den technischen Notwendigkeiten sollen  uns die Richtung für weitere Bestandsanierungen und Nachverdichtungen weisen,“ hebt Architekt Paul Schweizer hervor.

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