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Die Delegation aus München mit Vertretern der Stadt Wien, der Bauherren und der VÖZ beim Besuch der bauteilaktivierten Wohnhausanlage MGG22

Sozialer Wohnbau setzt auf Bauteilaktivierung

29.10.2019

Premiere in Wien: Das MG22, der erste mehrgeschoßige soziale Wohnbau mit Bauteilaktivierung, wurde seinen Nutzern übergeben.

Vor wenigen Tagen wurde der erste mehrgeschoßige, soziale Wohnbau mit Bauteilaktivierung Wiens – MGG22 – seinen Nutzern übergeben. Auf dem dreigeteilten Bauplatz im 22. Bezirk in Wien stehen zehn Häuser mit insgesamt 160 Wohnungen, sie wurden als Niedrigenergiegebäude mit Bauteilaktivierung und Nutzung alternativer Energie gebaut. Harald Kuster plante das komplette Energiekonzept, er sagt der Bauteilaktivierung eine starke Zukunft voraus. „Beton mit seiner Speichermasse ermöglicht leistbaren Wohnraum – trotz hochwertiger Ausstattung und der Implementierung innovativer Energielösungen“, erläutert Architekt Thalbauer, der für den gemeinnützigen Bauträger Neues Leben einen Bauteil plante.

Die leistbaren Wohnungen mit sehr geringen Energiekosten stießen auf reges Interesse: Auch die Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie (VÖZ) ist nun stolzer Mieter einer Wohnung im Objekt 7. „Wir wissen, dass die Bauteilaktivierung funktioniert, aber in Gesprächen mit den Bauherren entstand bei uns die Idee, dass wir so etwas wie eine Musterwohnung brauchen, in die wir Bauträger, Planer und Architekten einladen können, damit sich diese von den positiven Effekten der Nutzung der Speichermasse Beton live vor Ort überzeugen können“, so VÖZ-Geschäftsführer Sebastian Spaun.

Begeisterung bei den deutschen Nachbarn

Begeisterung rief das Projekt allerdings auch außerhalb Österreichs hervor. Anlässlich der Eröffnung reiste eine 25-köpfige Delegation aus München im Rahmen einer Stadtratsreise unter der Leitung von Bürgermeister Manuel Pretzl extra an, um sich vor Ort selbst ein Bild über die höchste Energieeffizienz im geförderten Wohnbau zu machen. „Wir waren wirklich verblüfft, die Delegation aus München war dermaßen begeistert – Bauteilaktivierung war natürlich bekannt, aber noch herrschte der Irrglauben vor, dass diese für den geförderten Wohnbau ein viel zu kostenintensives Konzept ist. Wir konnten dies widerlegen. Der Vorteil für unsere Nachbarn ist vor allem, dass wir in Österreich nun wirklich über eine breite Expertise verfügen – MGG22 ist bereits das zweite geförderte Wohnbauprojekt mit Bauteilaktivierung, neben Sommerein“, freut sich Sebastian Spaun. Die gemeinnützigen Bauträger haben diesbezüglich eine Vorreiterrolle

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