Direkt zum Inhalt
Citroen Jumper KipperCitroen Jumper von der SeiteFiat Doblo BehindertentransportFiat Doblo FrischdienstFiat DucatoFiat DucatoFiat Ducato FrischdienstFiat Ducato KipperFiat Scudo FrischdienstFord Transit FeuerwehrFord Transit Frischdienst TransitFord TransitMercedes SprinterOpel Combo KühlfahrzeugOpel Movano EinsatzfahrzeugOpel Movano KipperOpel Movano PolizeiOpel Movano RettungOpel Movano PolizeiRenault Kangoo Maxi FrischdienstRenault Master FahrgestellRenault Master GlastransportRenault MasterRenault MasterRenault MasterToyota ProaceVW AmarokVW Caddy BehindertentransportVW Crafter FeuerwehrVW Crafter RoadboxVW Crafter SmartlinerCitroen Jumper KipperCitroen Jumper von der SeiteFiat Doblo BehindertentransportFiat Doblo FrischdienstFiat DucatoFiat DucatoFiat Ducato FrischdienstFiat Ducato KipperFiat Scudo FrischdienstFord Transit FeuerwehrFord Transit Frischdienst TransitFord TransitMercedes SprinterOpel Combo KühlfahrzeugOpel Movano EinsatzfahrzeugOpel Movano KipperOpel Movano PolizeiOpel Movano RettungOpel Movano PolizeiRenault Kangoo Maxi FrischdienstRenault Master FahrgestellRenault Master GlastransportRenault MasterRenault MasterRenault MasterToyota ProaceVW AmarokVW Caddy BehindertentransportVW Crafter FeuerwehrVW Crafter RoadboxVW Crafter Smartliner

Speziell & individuell

22.07.2014

Spezifische Kunden brauchen spezifische Lösungen. Die Bandbreite für Auf- und Umbauten bei leichten Nutzfahrzeugen wächst stetig. Teils gibt es passende Umbauten bereits ab Werk.

Nutzfahrzeug ist nicht gleich Nutzfahrzeug. Die multiplen Anforderungen an ein Arbeitsfahrzeug sind sehr individuell. Wer seinen mobilen Mitarbeiter für Transportaufgaben einsetzt, hat andere Bedürfnisse als etwa Sicherheits- oder Serviceunternehmen. Ein Bauunternehmen hat völlig andere Vorgaben als ein Hotelbetrieb. Bei Handelsunternehmen reicht die Bandbreite vom – gekühlten – Lebensmittel- bis zum Kleinteile-Transport für etwa Werkzeug. Behörden und öffentliche Institutionen –Polizei, Feuerwehr- und Rettungsdienste - haben wiederum völlig andere spezielle Anforderungen.

Die Folge ist, dass so gut wie kein Nützling dem anderen gleicht, ungeachtet der Marke, der Bauart oder der Dimension. Die Hersteller von Nutzfahrzeugen – und in weiter Folge die Importeure - stellen sich unterschiedlich darauf ein. Einige bieten ab Werk bereits mehr als 300 Varianten über die gesamte Palette hinweg an, wie Renault und Opel, ebenso Fiat, auf Basis von unterschiedlichen Dachhöhen, Radständen und Karosserien. Andere wiederum liefern Basismodelle und setzen bei der Individualisierung auf Kooperationen mit zertifizierten Unternehmen - seien es solche, die Um- und Aufbauten durchführen, oder solche, die Komponenten zum Beispiel für Inneneinrichtungen liefern.

 

Citroën/Peugeot

Der französische PSA-Konzern führt die Modelle Nemo/Bipper, Berlingo/Partner, Jumpy/Expert, Jumper/Boxer im Programm. Direkt ab Werk bietet Citroën keine Spezialaufbauten an. Nur für den Peugeot Boxer gibt es eine Kipper-Version. Die Citroën-Kastenwagenmodelle Jumpy und Jumper werden seit Anfang April mit Böden und Seitenverkleidungen von Sortimo ausgeliefert. Diese werden vom Fahrzeuglogistiker Gefco montiert und sind damit für den späteren Einbau einer entsprechenden Inneneinrichtung oder der Montage von Verzurrschienen vorbereitet. Eine Kooperation mit diesem Unternehmen mit Sitz in Wien – der Schwerpunkt liegt auf Frischdienst, Pritsche, Plane und Koffer - umfasst unter anderem auch Kühl-Umbauten speziell für die Lebensmittel- und Pharmabranche.

Fiat

Bei den Italienern firmiert unter „Professional“ eine weite Bandbreite an Nützlingen - vom kleinsten, dem Fiorino, über den Doblò und den Cargo bis zum Ducato, der gerade neu überarbeitet wurde. Der Österreich-Importeur offeriert für alle Modelle Spezial-Versionen, teils ab Werk, teils auf Kundenbestellung. Im Wesentlichen umfassen diese sämtliche Ein-und Umbauten am Fahrzeug. Das reicht von Innenverkleidungen über Regale im Laderaum bis hin zu Kühlaufbauten oder Ladeflächen mit Kippfunktion. Ein Beispiel dafür ist der neue Fiat Ducato mit Drei-Seitenkipper. Weiters arbeitet Fiat Austria mit Lagermax zusammen. Angeboten werden zum Beispiel Business Van-Versionen des Scudo (Verblechungen, Trennwände etc.). Rund 30 Prozent der Auslieferungen erfolgen mit kleineren, rund zehn Prozent mit größeren Umbauten.

Ford

Die Kölner können mit der Tourneo- und Transit-Baureihe auf eine rundum aktualisierte Nutzfahrzeug-Palette verweisen – inklusive dem Pick Up-Modell Ranger. Laut Österreich-Importeur besteht bei Umbauten generell ein starker kundenseitiger Individualisierungswunsch. Deshalb werden nur Laderaumausbauten – diverse Ladeböden, Seitenverkleidungen, Regalsysteme etc. - direkt vom Werk angeboten. Bezüglich umfassender Um-/Aus- und Aufbauten – Koffer, Kühlsysteme, Kipper, Feuerwehr- & Rettungsausrüstung - setzt man auf individuelle sowie lokale Lösungen. Ford Austria schätzt, dass fünf bis zehn Prozent des Nutzfahrzeug-Volumens in einer Spezial-Konfiguration ausgeliefert werden. Dabei bestehen Kooperationen mit Unternehmen wie Lagermax, Sortimo, Logicline, StyleX, Dlouhy, Bruckner (Reha-Umbauten) und Bott.

Mercedes

Eine der höchsten Indiviualisierungsquoten im Nutzfahrzeug-Bereich hat Mercedes mit dem Sprinter, mit nahezu 100 Prozent. Jedes Fahrzeug wird von vorneherein für einen speziellen Kundeneinsatz gebaut. Maßgeblich sind hier vor allem die Anwendungsgebiete der Kunden, im Hinblick auf Radstände, Motorisierungen, Achsübersetzungen, Antriebe (4x4) und Gewichtsklassen. Ab Werk werden luftgefederte Hinterachsen angeboten, weiters eine Retarderlösung (von Telma). Außerdem im Portfolio ist ein Tiefrahmenfahrgestell (von Alko), das bei Freizeitfahrzeugaufbauten und Verkaufs- bzw. Markt-Fahrzeugen zum Einsatz kommt. Das Sprinter Fahrgestell bietet als Einzel-oder Doppelkabine in Zusammenarbeit mit Karosseriebau-Unternehmen weitere Aufbau-Variationen. Bei den Modellbaureihen Sprinter, Vito sowie Citan (Kooperation mit Renault, Kangoo) sind Kühl- und Frischdienstausbauten ab Werk verfügbar. Es bestehen Kooperationen mit allen namhaften Auf- und Ausbauherstellern auf dem österreichischen Markt. Betreffend Einrichtungen für Handwerksbetriebe ist unter anderem Sortimo ein Partner.

Nissan

Der mit dem französischen Renault-Konzern alliierte japanischen Hersteller setzt auf dem Nutzfahrzeugsektor einerseits auf Eigen-Kreationen – mit NV200 und NV400 sowie dem Pick Up Navarra - andererseits auf Kooperationen – mit dem Primastar (Renault Trafic). Für Nissan liegt der Focus liegt auf Spezialaufbauten beziehungsweise Umbauten ab Werk. Beispiele dafür sind Kühlkoffer – NV200 Fridge - und Inneneinrichtungen für verschiedenste Branchen. Der NV400 ist auch in einer Kipper-Version orderbar. Der Anteil der individualisierten Auslieferungen liegt bei rund zehn Prozent. Sonderwünsche werden in Kleinserie direkt bei der Herstellung realisiert. Betreffend spezielle Konfigurationen arbeiter Nissan Austria in Österreich mit Hödlmayer zusammen.

Opel

Bei den Rüsselsheimern basiert die Nutzfahrzeugpalette auf Kooperationen mit zwei Herstellern: Renault und Fiat. Aus ersterer stammen der gerade in der Modellablöse-Phase stehende Vivaro sowie der Movano, aus zweiterer der Combo. Auf Basis dieser drei Nützlinge verweisen die Rüsselsheimer auf ein Portfolio von rund 340 Sonder-Varianten ab Werk, aufgrund unterschiedlicher Versionen – Kastenwagen und Kombi – verschiedener Radstände, Dachhöhen und Aufbauten. Das Sonderanfertigungs-Potenzial wurde kürzlich erweitert, Opel hat 2012 begonnen, mit Umbau-Partnern zu kooperieren, etwa mit Spezialisten für Regal-Einrichtungen, Kühl-Koffer, Spezial-Aufbauten (siehe Polizei, Rettung, Feuerwehr) etc. Derzeit umfasst die Zusammenarbeit europaweit insgesamt rund fünfzig Unternehmen. Der Anteil an speziell konfigurierten Fahrzeugen beträgt laut Opel an die 95 Prozent.

Renault

Die Spezialisierung der französischen Marke auf den Nutzfahrzeugsektor zeigt eine weite Bandbreite. Sie reicht vom – wahlweise auch elektrisch betriebenen – Kangoo über den erneuerten Vivaro bis zum Größten: dem Master. Seine Einsatz-Bandbreite reicht vom Personentransporter mit bis zu 17 Sitzen bis zum Schwerstarbeiter, anhand der angebotenen Fahrgestell-Basis mit Pritsche, Dreiseiten-Kipper, Kofferaufbau und so weiter. Der Anteil der Spezialaufbauten ab Werk beträgt 29 Prozent. Weitere sechs Prozent beträgt der Anteil der Fahrgestelle ohne Aufbau, die in Österreich umgebaut werden. Insgesamt verfügen hierzulande 35 Prozent aller Master-Modelle über Auf- und Umbauten. In Österreich kooperiert Renault mit den Unternehmen Hödlmayr, Lagermax, Scheuwimmer, Dlouhy, Speiser, Fischerleitner, Humer und Sortimo.

Toyota

Für seinen Nützling ProAce, dem Nachfolger des HiAce und Technik-Bruder der PSA-Zwillinge Citroën Jumpy/Peugeot Expert, offeriert der Hersteller ab Werk nur die Option auf verglaste Türen. Bezüglich spezieller Anforderungen offeriert Toyota jedoch ein reichhaltiges Zubehörprogramm. Der Österreich-Importeur arbeitet betreffend individuelle Konfigurationen mit Unternehmen wie Würth zusammen. Für das Pick Up-Modell HiLux besteht im Hinblick auf Zubehör und Aufbauten eine Kooperation mit dem Road Ranger. Und für den ProAce hingegen wurde eine eigene App installiert, mittels derer individuelle Ausführungen konfiguriert werden können.

VW                                                            

Die leichte Nutzfahrzeugabteilung der Wolfsburger setzt modellseitig auf ein vielfältiges Spektrum - vom up! (und demnächst auch dem Polo) über den Caddy und den T5 bis zum Crafter sowie auch dem Pick Up-Modell Amarok – hat eine weite Bandbreite an Umbauten und Sonderfahrzeugen parat. Für den österreichischen Markt werden teils werksseitige, teils von (Groß-)Händlern konfigurierte Spezialmodelle angeboten, seien es Kastenwagen oder Doppelkabinen für Caddy, T5 und Crafter, wobei Zweiterer auch als Pritsche XL oder als High End-Variante TransVan zu haben ist. Laut VW Österreich entscheiden sich drei von vier Crafter-Kunden für eine Umbau-Variante. Kooperationen bestehen mit heimischen Unternehmen wie Hödlmayr, Dlouhy, Aigner und Bruckner (beide Reha-Technik), Sortimo, Bott, Logicline und Taubenreuther.

 

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
Werbung
Werbung