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Unterstützung für die Branche

15.02.2013

Seit 1. Februar hat die Vereinigung Österreichischer Bohr-, Brunnenbau- und Spezialtiefbauunternehmungen (Vöbu) einen neuen Mann an der Spitze. 

Der neue Vöbu-Geschäftsführer: Thomas Pirkner.

Nachdem sich Günter Reiser nach langjähriger Tätigkeit als Geschäftsführer in den Ruhestand verabschiedete, kümmert sich ab sofort Thomas Pirkner um die Anliegen der Mitgliedsunternehmen. Mit der Österreichischen Bauzeitung sprach er über die neue Herausforderung.

Österreichische Bauzeitung: Mit der Fachausstellung „Grundbau-Brunnenbau“ und der angeschlossenen Geotechniktagung hatten Sie als neuer Vöbu-Geschäftsführer einen erfolgreichen Einstand. Wie waren Sie mit der Veranstaltung zufrieden?

Thomas Pirkner: Als designierter Geschäftsführer (der GF-Wechsel fand am 1. 2. statt, Anm. der Red.) war die Veranstaltung ein voller Erfolg für mich. Die intensiven Vorbereitungen und die perfekte Organisation haben sich gelohnt und uns ausschließlich positives Feedback gebracht. 79 Aussteller und circa 550 Besucher waren heuer beim Branchen­event mit dabei. 

Bauzeitung: Ein neuer Geschäftsführer bedeutet häufig auch Veränderungen. Gibt es Bereiche, in denen Sie neue Akzente setzen werden?

Thomas Pirkner: Wir vertreten die Interessen unserer Mitglieder. Aufgrund der schnelllebigen Zeit gilt es für mich als Geschäftsführer zu hinterfragen, welche Interessen unseren Mitgliedern „unter den Nägeln“ brennen. Daher möchte ich in einer internen Befragung der Mitglieder die Anliegen analysieren, um dann gemeinsam mit dem Präsidium die Vöbu darauf auszurichten.

Bauzeitung: Was steht in den nächsten Monaten auf dem Programm der Vöbu? 

Thomas Pirkner: Wir sind dabei, das gesamte Fortbildungsprogramm für 2013 auf die Beine zu stellen. Ich möchte hier auch gern die Branche mit „Themen“ abholen, die sie zurzeit beschäftigt – und dies nicht nur in technischer Hinsicht. 

Bauzeitung: Als ehemaliger Bereichsleiter der Spezialtiefbauabteilung bei Bilfinger Berger kommen Sie direkt aus der Praxis. Wie groß ist für Sie nun die Umstellung? 

Thomas Pirkner: Da ich bereits seit 1986 im Spezialtiefbau arbeite – und ich mir auch schon ein dementsprechendes Netzwerk aufbauen konnte – ist die Umstellung nicht sehr groß. Eine wirkliche Herausforderung für mich ist es, die Interessen unserer mittlerweile mehr als 100 Mitglieder – 42 ordentliche und 65 fördernde – zu bündeln und auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen. Nun bin ich nicht nur für eine Firma tätig, sondern für die ganze österreichische Branche.

Bauzeitung: Welche Themen brennen den Mitgliedsunternehmen der Vöbu gerade unter den Nägeln? Wie nehmen Sie die Stimmung in der Bohr- und Spezialtiefbaubranche momentan wahr?

Thomas Pirkner: Zurzeit herrscht in der Branche ein harter Wettbewerb um jeden Auftrag. Eine dementsprechende Stimmung herrscht in der Bohr-, Brunnenbau- und Spezialtiefbaubranche. Wir als Vöbu haben daher das erklärte Ziel, die herausragenden technischen Leistungen unserer Mitglieder in den Vordergrund zu stellen, um die Branche damit zu unterstützen. 

Bauzeitung: Sind die ausbleibenden staatlichen Investitionen in Infrastrukturmaßnahmen bereits in der Branche spürbar? Wie gehen die Unternehmen damit um?

Thomas Pirkner: Natürlich macht sich das in der Branche bemerkbar. Ein großer Teil unserer Mitglieder federt die spürbaren Ausfälle durch Aufträge aus den umliegenden Nachbarstaaten – u. a. Deutschland – ab, was aber eben nur teilweise gelingt. Der Zeitraum 2013/2014 wird – vor allem für die auf den Baustellen „vorauseilende“ Bohr-, Brunnenbau und Spezialtiefbaubranche  – sicher nicht einfach werden. 

Autor/in:
Sonja Meßner
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