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Um einen Kubikmeter Restbeton wieder aufzubereiten ... Fotos: Mapei... wird ein Kit Re-Con Zero (zwei Komponenten, insgesamt 6,5 kg Pulver) benötigt. Fotos: MapeiNach insgesamt sieben Minuten Mischen entsteht grobkörniges Granulat, ... Fotos: Mapei... das zwölf Stunden nach dem Mischvorgang wiederverwendet werden kann. Fotos: MapeiUm einen Kubikmeter Restbeton wieder aufzubereiten ... Fotos: Mapei... wird ein Kit Re-Con Zero (zwei Komponenten, insgesamt 6,5 kg Pulver) benötigt. Fotos: MapeiNach insgesamt sieben Minuten Mischen entsteht grobkörniges Granulat, ... Fotos: Mapei... das zwölf Stunden nach dem Mischvorgang wiederverwendet werden kann. Fotos: Mapei

Zero Rückstände

29.11.2013

Was hat eine Windel mit Betonaufbereitung gemeinsam? Dieser Frage sind Experten in der F&E-Abteilung bei Mapei nachgegangen. Das Ergebnis ist ein einfaches Anwendungskit zur Wiederaufbereitung von Restbeton in Fahrermischern. 

Wasser wird – ähnlich wie bei einer Windel – gebunden, das ist das Geheimnis von Re-Con Zero“, erklärt Thomas Eisenhut, Produktmanager bei Mapei Betontechnik. Das Produktkit, das seit einem knappen Jahr auf dem österreichischen Markt erhältlich ist, ist zweikomponentig, in Pulverform und besteht aus speziellen Polymeren und anorganischen Verbindungen.

Was kompliziert klingt, ist in der Praxis aber schnell erklärt. 
Dank Re-Con Zero soll es möglich sein, Frischbeton bei oder schon vor der Rückkehr ins Mischwerk im Fahrermischer zur Wiederverwendung aufzubereiten. „Ein Kit für einen Kubikmeter kostet ungefähr 14 Euro – je nach Transportweg“, erklärt Eisenhut. „Es ist als eine Art Notfallskit gedacht, das der Fahrer immer dabei haben und bei Bedarf anwenden kann.“ 

Die Anwendung ist einfach

Bei einem Kubikmeter Restbeton wirft der Fahrer erst Komponente A – praktisch abgepackt in sich auflösenden 0,5-kg-Portionsbeuteln – in den Fahrer­mischer und mischt vier Minuten. Im Anschluss wird Komponente B – ebenfalls in Beuteln (insgesamt 6 kg/m3) portioniert – beigemischt. Nach weiteren drei Minuten hat sich der Beton zu grobkörnigem Granulat gebunden. 

Re-Con Zero verwandle den Frischbeton zu einem körnigen Granulat mit hervorragenden mechanischen Eigenschaften, verspricht Mapei. Das Endprodukt kann, einmal getrocknet, anstelle von normalen Zuschlagsstoffen in Beton, Magerbeton, Mörtel- oder anderen Zementmischungen verwendet werden.

Die Behandlung mit Re-Con Zero erlaubt eine Rückgewinnung des Zementkonglomerats in Zuschlägen, ohne dass Abfallprodukte wie Schlammwasser entstehen, die wiederum weitere Kosten verursachen. „Praktischer Nebeneffekt ist, dass die Trommel hinterher faktisch sauber ist“, sagt Eisenhut. Zudem wird dadurch die Recyclinganlage im Transportbetonmischwerk entlastet. Überdies komme es zu einer Zeit­ersparnis beim Einmischen und Entleeren, verspricht Thomas Eisenhut. 

Zwölf Stunden nach dem Mischvorgang kann das Granulat gewendet und aufgemischt werden. Nach der Trocknungszeit habe das Material hervorragende mechanische Eigenschaften (unter Berücksichtigung des Zementgehalts und des W/Z-Verhältnisses) und könne teilweise oder ganz anstelle von normalen Zuschlägen der Betonmischung für Beton, Magerbeton, Mörtel- oder Zementmischungen beigegeben werden, so der Hersteller. 

Vor Wasser schützen

Zu beachten sind lediglich drei Dinge: Die Verpackungen der Komponente A und B von Re-Con Zero sind wasserlöslich und müssen daher vor Feuchtigkeit und Wasser geschützt werden. Re-Con-Zero-Komponente A und Re-Con-Zero-Komponente B dürfen nie zusammen gemischt werden und das behandelte Gemisch muss bei regnerischem Wetter für zwölf Stunden vor Wasser geschützt werden, um Klumpenbildung zu vermeiden. 

Kosten und Platz einsparen

Mit der neuen Entwicklung will Mapei Betontechnik eine Lösung für aktuelle Probleme der Transportbetonbranche bieten, denn knapp zwei Prozent der in Österreich produzierten Betonmenge­  gelangen zurück an die Tranport­betonwerke. Dadurch entstehen für Hersteller Platzprobleme und zudem hohe Entsorgungs­kosten. 

Meistens wird wiederaufbereiteter Beton zu geringeren Preisen verkauft und auch als Beton minderer Qualität eingesetzt. Mit Re-Con Zero soll dies anders sein. Bei Vergleichstest mit ähnlich gemischten Referenzbetonen ergaben sich faktisch idente Wasser/Zement-  sowie Rohdichte-Werte. 

Das Produkt entspricht überdies den aktuell gültigen ÖNormen und Richtlinien – der ÖNorm En 12620 „Gesteinskörnungen für Beton“ und der ÖNorm B 4710-1 „Beton, RVS 08.17.02: Betondecken – Deckenherstellung“ und der Richtlinie für Recycling-Baustoffe. 

Autor/in:
Sonja Meßner
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