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55.000 neue heimische Jobs durch Solaroffensive

11.10.2010

Der „Masterplan green jobs" zeigt das große Potenzial von neuen Arbeitsplätzen im Umweltbereich auf. Ein zentraler Bereich dabei ist der „Jobmotor Solarwärme“. Bereits jetzt zählt Österreich dabei zur Weltspitze. Mit einer Solaroffensive könnte diese Vormachtstellung noch weiter ausgebaut werden und rasch tausende Arbeitsplätze schaffen.

Wien, 7. Oktober 2010. Wie bei der heutigen Präsentation des „Masterplan green jobs“ von BM Berlakovich und Wirtschaftkammerpräsident Leitl berichtet, gilt es vor allem in den Bereichen der erneuerbaren Energie tausende „Green Jobs“ möglichst rasch zu schaffen. Die heimische Solarwärmebranche zählt international zur Weltspitze und beschäftigt derzeit über 7.000 Menschen, zwei Drittel dieser „Green Jobs“ konnten in den letzten 10 Jahren geschaffen werden.

 

Solaroffensive ist Chance für 55.000 neue Arbeitsplätze

Mit einer Solaroffensive für Heizen und Kühlen im Wohn- und Bürobau bzw. in Betrieben könnten in den nächsten 10 Jahren bis zu 55.000 neue Arbeitsplätze in Produktion und Handwerk geschaffen werden. Bis zum Jahr 2020 könnte die Branche fast acht Mal so viele Beschäftigte aufweisen, wenn sich der begonnene Solarboom weiter fortsetzt. Das Potenzial für die Nutzung von Solarwärme ist enorm. Rund 40% des gesamten Endenergiebedarfes in Österreich wird für Niedertemperaturwärme verwendet, die durch Solarwärme abgedeckt werden kann. Derzeit wird jedoch erst knapp „1 Prozent“ dieses Energiebedarfes mit Sonnenenergie abgedeckt.

 

DI Roger Hackstock, Geschäftsführer des Solarwärmeverbandes „Austria Solar: “Mit entsprechenden Maßnahmen könnte der Solarwärmeanteil bis zum Jahr 2020 auf 10 Prozent gesteigert werden. Das Ausbaupotenzial von Solarwärme bis 2020 liegt mit 9,5 TWh sogar höher als jenes der Wasserkraft mit 7 TWh!“

Solarwärmebranche ist verlässlicher Arbeitgeber

Nach dem Boomjahr 2008, in dem die Solarwärmebranche massiv Personal aufgestockt hat, konnte der Personalstand trotz Wirtschafts- und Finanzkrise bis heute gehalten werden. In der Jobbörse des Verbandes Austria Solar werden laufend dutzende Fachkräfte gesucht, darunter auch viele Lehrstellen.

 

Die Verkaufszahlen des ersten Halbjahres 2010 lassen jedoch einen deutlichen Rückgang bei den Neuinstallationen von thermischen Solaranlagen erkennen. Der Absatz lag in den ersten sechs Monaten um zehn Prozent unter dem des Vorjahres. Setzt sich dieser Trend fort, sind viele der neu geschaffenen Arbeitsplätze wieder in Gefahr.

 

Hackstock fordert daher rasches Handeln: “Um den Jobmotor Solarwärme weiter in Gang zu halten und die Energiepotentiale auszuschöpfen sind ein Sanierungsscheck mit mindestens 300 Mio Euro für das kommende Jahr, eine Solaroffensive in den Wohnbauförderungen der Bundesländer, die Erleichterung von Solarinstallationen im Mietwohnbau und vermehrte Forschung und Entwicklung notwendig!“

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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