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Die Vortragenden bei der ABK-Roadshow: v.l. Siegfried Diesenberger, Robert Staufer-Wierl, Stefan Perschy und Wolfgang Rosner

ABK Roadshow war ein voller Erfolg

25.03.2020

Vier Städte – vier Termine: Die ib-data GmbH tourte mit neuen Software-Highlights quer durch Österreich.

Wien, Graz, Salzburg und Innsbruck - das waren die Stopps der diesjährigen ABK Roadshow. Von 26. Februar bis 5. März tourte man durch das Land, um die neuesten Innovationen des Unternehmens vorzustellen. Den Anfang machte man in der Wolke 21, im Saturn Tower der Bundeshauptstadt, wo das Unternehmen als erstes die Neuerungen zum Jahresrelease 2020 präsentierte. 

ABK8-Jahresrelease 2020 - die Highlights

Die Entwicklungsschwerpunkte im letzten Jahr lagen vor allem bei einer intelligenten OpenBIM-Lösung und der Erweiterung zu anderen Plattformen und Softwareprodukten. Ab sofort können Ausschreibungs-Leistungsverzeichnisse mit nur wenigen Klicks auf die „eVergabe+“ Plattform des Auftragnehmerkataster Österreich (ANKÖ) hochgeladen und dort veröffentlicht werden. Die Schnittstelle zu digiplan - einer Software, die Aufmaße aus gedruckten Plänen, PDFs oder Fotos mobil ermittelt – ermöglicht die rasche Überleitung der erfassten Mengen in die ABK-Bauabrechnung und die dortige Weiterverarbeitung. Ein weiteres Highlight ist die mobile ABK-Zeiterfassung. „Wir haben in diesem Bereich unsere erste App für mobile Geräte unter iOS bzw. Android released“, so Robert Staufer-Wierl, Geschäftsführer der ib Data GmbH. Stunden und Spesen werden auf mobilen Endgeräten per App oder im Browser per Web-App erfasst und in Echtzeit an die ABK-Datenbank übergeben. Dort stehen sie sofort zur weiteren Auswertung zur Verfügung.

Bedeutende Neuerungen gibt es auch in im Projektmanagement, in der Büroorganisation und im AVA-Bereich. Insgesamt wurden 1.500 Ergänzungen und Neuerungen eingearbeitet. Mehr als ein Drittel davon waren Wünsche seitens der Anwender, die darin realisiert werden konnten. „Über 15.000 Anwender vertrauen mittlerweile auf eine ABK-Anwendung. Es freut mich sehr, dass wir unseren Anwendern all diese Neuheiten im neuen ABK8-Jahresrelease ab sofort zur Verfügung stellen können“, so Staufer-Wierl.

Entwicklungsprozess einer OpenBIM-Lösung

Stefan Perschy aus der ABK-Softwareentwicklung informierte die Gäste über den Entwicklungsprozess von ABK-BIM. BIM und die zugrundeliegenden Prinzipien sind keine Erfindung der letzten Jahre. „Wir haben bereits vor vielen Jahren begonnen, uns mit der Thematik auseinanderzusetzen. Im Mai 2018 trafen wir schließlich die Entscheidung: ABK8 soll BIM können“, so Perschy. Der Projektablauf war von Herausforderungen geprägt. So gab es noch keine oder nur mangelhafte Standards und keine etablierten Vorgangsweisen. „Neben rein technischen Sachverhalten galt es auch andere Aspekte zu behandeln, etwa den Anwendungskomfort. Die Erwartungshaltungen waren sehr unterschiedlich. Nicht nur die unserer Anwender, sondern auch von uns selbst“, erklärt Perschy. Die Entwicklung wurde vorangetrieben und die erste Phase abgeschlossen: im Mai 2019 folgte die erste Betaversion.

Mitte Jänner 2020 wurde ABK-BIM offiziell mit dem Jahresrelease 2020 veröffentlicht. Dieses basiert auf der OpenBIM-Methode, um einen durchgängigen Datenfluss – von der Planung bis zur Ausschreibung - mittels offener, softwareneutraler Standards sicherzustellen. „Wir haben uns bewusst für die softwareneutrale OpenBIM-Lösung entschieden. Damit lassen sich Daten aus allen IFC-fähigen CAD-Paketen verarbeiten“, betont Perschy.

ABK-BIM

ABK-Vertriebsleiter Wolfgang Rosner präsentierte die OpenBIM-Lösung live in ABK8. „Die Vorgangsweise von ABK-BIM beschränkt sich im Wesentlichen auf fünf Schritte“, so Rosner. Ein Gebäudemodell in Form einer IFC-Datei, ganz gleich welcher Herkunft, wird in ABK importiert. Mittels ABK-BIM-Viewer erfolgt die erstmalige grafische Darstellung, die eine visuelle Überprüfung ermöglicht. Anschließend wird das Gebäudemodell interpretiert, d.h. Mengeninformationen, Attribute und geometrische Daten aus der IFC-Datei werden ausgelesen und Kategorien zugeordnet. „Mittels Interpreter werden die wesentlichen Merkmale und Kennwerte herausgefiltert. So beugen wir eine Datenflut in der weiteren Verarbeitung vor“, erklärt Rosner.

 „Um nun von diesen modellierten Bauelementen zu den entsprechenden LV-Positionen samt Preisen zu gelangen, hat sich die Elementmethode im Bereich Kostenmanagement bewährt“, so Rosner weiter. Es folgt die Zuordnung von BIM-Objekten mit ABK-Elementen. Die Mengen hierfür werden durch die bereits erfolgte Interpretation aus der IFC-Datei ausgelesen und automatisch in die Mengenermittlungen zum ABK-Element übertragen. Abschließend erfolgt die Auswertung. „Mittels dieser Methode können nun Kostenpläne, etwa nach ÖNORM B 1801, oder Leistungsverzeichnisse nach ÖNORM A 2063 generiert werden“, fasst Rosner zusammen.

ABK-BIM – Quo vadis?

Die Entwicklung von ABK-BIM ist mit dem Jahresrelease 2020 nicht abgeschlossen. Derzeit ist diese Lösung bereits bei den ersten Anwendern im alltäglichen Einsatz. Ein Anwender ist Architekt Siegfried Diesenberger. Er berichtete aus der Praxis. „BIM ist ein Prozess, der ein Bauprojekt von Beginn der Planungsarbeit bis zur Fertigstellung und im Idealfall über den gesamten Lebenszyklus begleitet. Das erfordert verstärkte Kommunikation aller Beteiligten und geeignete Software zum Datenaustausch in integralen offenen Prozessen, barrierefrei“, so Diesenberger.

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