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Abwanderungsgedanken

23.04.2014

Voestalpine Vorstandschef Wolfgang Eder sprach in einem Interview offen über die mögliche Abwanderung aus Österreich.

Kurz vor der Eröffnung neuer Standorte in den USA hat der Vorstandschef des heimischen Stahlriesen Voestalpine, Wolfgang Eder, gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in einem Interview den Standort Österreich in Frage gestellt. „Mitte des kommenden Jahrzehnts werden mehrere Anlagen in Linz das Ende ihrer Lebensdauer erreichen“, so Eder. „Mit Blick auf dieses Datum muss sich die Voestalpine die grundsätzliche Frage stellen, was langfristig der richtige Standort ist.“ Eder beklagt auch die hohe Steuerbelastung in Österreich und eine mangelnde Dialogbereitschaft der Regierung sowie die Umwelt- und Energiepolitik der EU-Kommission.

 

Dass der Stahlkonzern Wachstumspotenzial vor allem außerhalb Europas sieht, hat Eder bereits einige Male kundgetan. Asien und Nordamerika seien die Märkte, die der Linzer Konzern diesbezüglich im Auge hat. In diesem Zusammenhang ist auch die 550-Millionen-Euro-Investition im Süden der USA, in Texas, zu sehen. Die Anlage soll wie geplant im Dezember 2015 in Betrieb gehen und wird hochwertiges Eisen herstellen, 2016 ist ein weiteres Werk geplant. „Im Moment sehen wir nur Nordamerika als langfristig kalkulierbaren Standort“, so Eder. Doch er geht im Interview noch weiter und überlegt offen die Kapazitäten aus Österreich abzuziehen. „Das ist keine Drohung, sondern einfach eine Anwendung der Grundrechenarten im globalen Wirtschaftsgeschehen.“

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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