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Achtung vor heißer Luft

19.01.2010

Heizkostenreduzierung steht an oberster Stelle auf der Suche nach Einsparungspotenzialen. Baumeister ­liefern innovative Lösungen – warnen jedoch vor überzogenen Hoffnungen durch Wärmebildmessungen.

Zur Feststellung der Wärmebrücken wie auch dem Verlust von Wärme werden verstärkt Wärmebildkameras eingesetzt. Baumärkte, Banken, Bausparkassen oder auch Rauchfangkehrer bieten Thermografie zu günstigen Preisen. Die Baumeister der Sanier-mit-mir-Gruppe warnen jedoch vor all zu großen Erwartungen durch eine Analyse mithilfe der Thermografie. Im schlechten Fall erhält der Kunde ein unnötiges, buntes Bild seines Hauses, im schlimmsten werden aufgrund der nicht korrekten Deutung dieses Bildes falsche Sanierungsmaßnahmen durchgeführt.
Die Baumeister von „Sanier mit mir“ raten, sich genauestens von der Qualität der angewandten Methoden und der Qualifikation des Ausführenden vorab zu überzeugen. „Ein Fachmann hat eine Ausbildung im Bereich Thermografie sowie das Fachwissen eines ausgebildeten Bautechnikers, der auch zur Errichtung von Gebäuden berechtigt ist, das heißt über eine Gewerbeberechtigung als Baumeister verfügt“, erklärt Baumeister Philipp Kern aus Oberösterreich.

Hände weg von Billiganbietern
Skeptisch gegenüber vielen angebotenen Wärmebildmessungen ist auch Bauphysiker und Sachverständiger Emanuel Panic von TB Panic in Schleißheim, Oberösterreich. Er ist einer der wenigen Sachverständigen Europas mit der höchsten Zertifizierung im Bereich Thermografie und auch Vorstandsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Thermografie. Aus bauphysikalischen Gründen ist es nicht möglich, die Gebäudequalität nur von außen zu beurteilen. Lediglich ein Bruchteil aller möglichen Schwachstellen könne selbst durch eine fachmännisch durchgeführte Thermografie als alleinige Untersuchungsmaßnahme geortet werden. „Wer bei seinem Vorhaben nun auf die Tipps von Billig-Thermografie baut, ist daher nicht nur schlecht beraten, sondern läuft auch Gefahr, eine Fehlinvestition zu tätigen“, erklärt Panic.

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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