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Alkali-Kieselsäure-Reaktionen sind Schädigungsmechanismen in Beton. Unter dem UV-Licht werden sie sichtbar.

ACR-Austauschprogramm: Einmal Norwegen und zurück

19.06.2018

Trondheim gehört zu den bedeutendsten Forschungs- und Studienorten Skandinaviens. Ein Austauschprogramm der ACR hat dort den Wissenstransfer zu Schädigungsmechanismen in Beton forciert.

Der internationale Austausch ist für Forschungsinstitute wesentlich, nicht nur um die Beziehung auch außerhalb der Landesgrenzen zu pflegen, sondern vor allem um aktuellen Wissenstand weiterzugeben und neue Sichtweise auf Dinge zu entwickeln. Um dies zu fördern, hat die ACR, Austrian Cooperative Research, ein spezielles Austauschprogramm für FEI-Personal entwickelt, im Rahmen dessen im vergangenen Jahr Gerald Maier von Smart Minerals, einer Tochter des ACR-Instituts,  zwei Wochen in Trondheim verbrachte. Dort kam es zu einem wertvollen Wissenstransfer im Bereich Alkali-Kieselsäure-Performance-Prüfverfahren zwischen der international angesehenen Betonabteilung der SINTEF Builind and Structures und der Smart Minerals GmbH.

Neue Erkenntnisse

Bei Alkali-Kieselsäure-Reaktionen handelt es sich um Schädigungsmechanismen in Beton, die durch die Reaktion der Hydoxid-Ionen von Alkalien (Kalium und Natrium) mit bestimmten quarzistischen Anteilen oder Mineralphasen der Gesteinskörnungen hervorgerufen werden. In Trondheim bekam Maier nicht nur einen Einblick in aktuelle Forschungsprojekte und –ergebnisse, sondern lernte dort auch komplett neue Prüfmethoden im Bereich der Analyse  von AKR kennen.  Die sogenannten Performance Prüfungen würde konkrete Aussagen erlauben, ob für eine bestimmte Betonrezeptur in Abhängigkeit der Exposition die Gefahr besteht, dass eine schädigende AKR auftritt.

Straffes Programm

Neben den Workshops „AKR – Performance Prüfung“ und „Charakterisierung, Eigenschaften und Verwendung von Feinanteilen in Gesteinskörnungen“ stand zudem die praktische Anwendung von Analysemethoden wie beispielsweise Grundlagen der Betonmikroskopie sowie die Identifizierung von Reaktionsprodukten oder Visualisierung der AKR Schädigung unter dem UV Licht, Anwendung eines „Thermal Gravimetry Analyser“ im Vordergrund.

 

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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