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Akteneinsicht: Italienischer Baukonzern greift Strabag an

16.08.2011

Vor wenigen Tagen gewann die Strabag einen Milliardenauftrag in Norditalien - wir berichteten - und setzte sich gegen mehrere große Baukonzerne Europas durch. Der Konkurrent Impreglio will das nicht einfach auf sich sitzen lassen: Die Italiener wollen Strabags Unterlagen zur Ausschreibung sehen.

Der österreichische Bauriese Strabag, der als Konsortialführer einen Großauftrag für den Bau eines der größten Infrastrukturprojekte in Norditalien erhalten hat, bekommt Schwierigkeiten von einem Konkurrenten.

Wie von der "Bauzeitung" berichtet soll das heimische Unternehmen an einem der größten Infrastrukturprojekte Norditaliens bauen: Einer 75 Kilometer langen Verkehrsachse zwischen Mailand und Bergamo mit einem Gesamtvolumen von 2,3 Milliarden Euro. Von der Summe entfallen rund 60 Prozent auf die Strabag.

Strabag - ein einziger Punkt Vorsprung 

Der italienische Baukonzern Impregilo, der als Verlierer im Wettkampf um den von Strabag gewonnen Auftrag für die Planung und den Bau der großen lombardischen Verkehrsachse Pedemontana erhalten hat, verlangt jetzt Zugang zu den Akten der Ausschreibung.

Nach Angaben der Mailänder Wirtschaftszeitung "Milano e Finanza" könnte dies der erste Schritt in Richtung eines Einspruchs Impregilos bei einem Verwaltungsgericht gegen die Auftragsvergabe an Strabag sein. Der österreichische Konzern hatte sich an der Spitze eines Konsortiums mit einem einzigen Punkt Vorsprung gegen den Konkurrenten Impregilo durchgesetzt.

Verkehrsachse Pedemontana im Mittelpunkt

Die Straße, welche die lombardische Stadt Bergamo mit dem Mailänder Flughafen Malpensa verbinden soll, ist Europas größtes Straßeninfrastrukturprojekt.

Die 75 Kilometer lange Verkehrsachse, welche die industriereichsten Regionen Europas bedienen soll, muss bis zur 2015 geplanten Welt-Expo in Mailand fertig sein. Das Auftragsvolumen belaufe sich auf 2,3 Mrd. Euro, teilte das italienische Infrastrukturministerium mit.

Drei italienische Firmen bereits an Bord

Die Strabag erhielt den Auftrag an der Spitze eines Konsortiums, an dem sich die italienischen Gesellschaften "Grandi lavori Fincosit", "Impresa costruzioni Giuseppe Maltauro" und "Adanti" beteiligen. Der Strabag-Anteil am italienischen Großauftrag beträgt rund 60 Prozent.

Die Bauarbeiten sollen im Sommer 2012 beginnen. Die "Pedemontana", die schon in den 60er Jahren geplant war, aber nie gebaut wurde, wird durch die hügelige Übergangszone am lombardischen Alpenland verlaufen.

Damit will man den Verkehrsbedürfnissen des Mailänder Metropolitangebietes besser entgegenkommen und den Flughafen Malpensa effizienter erschließen. (pm, apa)

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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