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Aktuelle Zahlen und Trends am österreichischen Wohnimmobilienmarkt

14.07.2004

Das jährliche Marktvolumen bei Kaufimmobilien beträgt rund 7,3 Mrd. Euro, der Gesamtmarkt Bauen & Wohnen ca. 9 - 10 Mrd. Euro. Wer in Österreich eine Immobilie sucht, tut dies immer häufiger über das Internet. Von den 3,8 Mio. Österreicherinnen und Österreicher (56 %), die aktive Internetnutzer sind, surfen bereits 4 % regelmäßig auf Immobilienseiten.

Die Suche nach Haus und Grund ist derzeit das zentrale Thema der österreichischen Immobiliennachfrager. Dies bestätigt nicht nur der aktuelle Nachfrage-Index der unabhängigen Internet-Plattform Immobilien.NET, die erstmals die online durchgeführten Detailsuchen ihrer User auswertet, sondern auch die Verkaufssumme des größten österreichischen Immobilienmaklers s REAL, dem Immobiliendienstleister von Erste Bank und Sparkassen. Die statistischen Analysen zeigen eine Verlagerung des aktuellen Nachfragetrends von der Wohnung auf das Haus (1. auf 2. Quartal 2004), und geben Auskunft über die Beliebtheit einzelner Regionen (zum Beispiel der Wiener Bezirke im Vergleich) unter den Immobiliensuchern.

Diese erste statistische Analyse der Immobiliennachfrage (ImmoDex) zeigt die Wünsche der Suchenden, unabhängig vom entsprechenden Angebot. "Die Nachfrage zeigt die Richtung an, in die sich der Markt bewegen muss. Sie beeinflusst nicht nur das Angebot, sondern wirkt auch preistreibend bzw. -senkend", so Mag. Alexander Ertler, Geschäftsführer von Immobilien.NET. "Als frequentiertester österreichischer Online-Marktplatz in diesem Bereich wollen wir mit diesen Auswertungen zur besseren Orientierung der
Immobilienwirtschaft beitragen."

Die Trends: 1. Stagnierende Nachfrage bei Eigentumswohnungen

Die Trendkurve bei Wohnungseigentum zeigt das noch starke Wachstum der Nachfrage im 1. Quartal 2004. Im 2. Quartal kommt es zur Stagnation auf hohem Niveau, mit Vorteilen für den Süden (stärkster Zuwachs) und Nachteilen für den Westen.

2. Häuser in Zentral- und Ostösterreich stark nachgefragt

Das 2. Quartal 2004 brachte eine Verlagerung des Nachfrage-Schwerpunkts weg von Wohnungen hin zu Häusern und Grundstücken. Ostösterreichische Bundesländer (Wien, NÖ, Bgld.) und zentrale Regionen (OÖ, Sbg.) konnten nach einem schwachen Start im 1. Quartal von April bis Juni stark aufholen. Der Westen und Süden zeigt ein entgegengesetztes Bild: Die gesteigerte Nachfrage im 1. Quartal flacht im Folgequartal ab.

3. Nachfrage an Grundstücken boomt im 1. Halbjahr 2004

Das starke Interesse an Privatgrundstücken bestätigt die Nachfragesituation bei Einfamilienhäusern. Der kurzfristige Trend im ersten Halbjahr 2004 zeigt gleichmäßiges, kontinuierliches Wachstum des Index über beide Quartale und alle Bundesländer mit leichten Vorteilen für den Osten.

Wiens beliebteste Wohnbezirke: Tops und Flops

In welchem Bezirk würden Sie am liebsten wohnen? Die Anzahl spezifischer Detailsuchen der Immobilien.NET-User nach Mietwohnungen in Wien kürte den Gewinner: Absoluter Spitzenreiter mit knapp 10 % Nachfrage-Anteil dieses Segments in ganz Wien ist der 6. Bezirk (Mariahilf). Den 2. Platz in der Beliebtheitsskala der Wiener Bezirke nimmt der 3. Bezirk mit knapp 8 % ein, gefolgt von Währing (18.) und Döbling (19.). Schlusslicht mit rund 1,3 % Suchanteil ist der 11. Bezirk (Simmering), knapp besser in der Nachfragergunstliegen Liesing (23.) und die Brigittenau (20.) Ein Blick auf die Farbverteilung der Nachfragekarte Wien zeigt: Zentrales Wohnen ist den meisten Mietern wichtiger als Grünruhelage! Die Nachfrage nach Eigentumswohnungen bietet ein vergleichbares Bild.

ImmoDex - Der Immobilien.NET-Trendbarometer

Der Immobilien.NET-Nachfrage-Index (ImmoDex) wird quartalsweise erstellt und ist das Ergebnis von Nachfrageveränderungen auf www.immobilien.net. Basis dieser Auswertungen sind monatlich rund 180.000 online durchgeführte Suchabfragen, die nach statistischen Methoden ausgewertet werden und somit eine repräsentative Abbildung des österreichischen Nachfragemarktes bieten.

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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