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Die designierte Bezirksvorsteherin Saya Ahmad und Vorstandsvorsitzender der 6B47 Peter Ulm bei der Projektpräsentation.

Althan Quartier: Siegerprojekt gekürt

18.06.2018

Der städtebauliche Realisierungswettbewerb für den nördlichen Teil des Althan-Quartiers ist abgeschlossen. Wer ihn gewonnen hat, erfahren Sie hier.

Der städtebauliche Realisierungswettbewerb für den nördlichen Teil des Althan Quartiers, das Stadtentwicklungsprojekt der 6B47 für das Areal über dem Franz-Josef-Bahnhof, hat einen Gewinner. Das österreichische Architekturbüro Artec Architekten, Bettina Götz und Richard Manahl konnten mit ihrem Konzept die elfköpfige Jury überzeugen, in der neben der Ausloberin 6B47 und den von den Architektenkammern nominierten Fachexperten auch Vertreter der Stadt Wien und der Bezirksvorstehung Alsergrund saßen. Nachdem die international anerkannten Büros Delugan Meissl Associated Architects und Josef Weichenberger Architects bereits mit der Modernisierung des Kopfbaus über dem Franz-Josefs-Bahnhof betraut sind, liegt damit nun ein Gesamtvorschlag für das Althan Quartier vor.

Überzeugendes Konzept

Der gesamte Baukörper orientiert sich an der gründerzeitlichen Stadtkante von rund 25 Metern. Über dieser Höhe wird entlang der Straßenverläufe auf nach hinten gestaffelte, terrassierte Bebauung gesetzt, wodurch die Belichtung der umliegenden Fassaden vollständig gegeben ist. Auch sind die Gebäudeteile über der Stadtkante durch die zurückspringende Terrassierung aus dem Straßenraum nicht sichtbar. Die Bauform des Terrassenhauses knüpft in moderner Form an eine für Wien – von Adolf Loos bis Harry Glück – sehr typische Bauform an, um Wohnräume zu schaffen, die den Wunsch nach Naturnähe in Verbindung mit urbaner Dichte zu erfüllen. Vor allem die gute Vernetzung mit der umgebenden Bebauung wurde von der Jury gelobt. Mit zwei Ost-West-Querungen werden das Lichtental und die Spittelau – zwei bislang durch die Bahn getrennte Bezirksteile – erstmals seit rund 150 Jahren verbunden. Das Lichtental rückt damit näher an den Donaukanal. Das Areal wird so von einer Barriere zu einem neuen Quartierszentrum. In Nord-Süd-Richtung erstreckt sich ein mit Bäumen und Grünflächen ausgestalteter Hochpark, dessen Besonnung durch die geschickte Anordnung der zurückspringenden Terrassengeschoße sichergestellt wurde.

Richtungsweisender Lösungsansatz

Der respektvolle Umgang mit der Umgebung und dem gewachsenen Stadtbild drückt sich auch dadurch aus, dass sich das gesamte Projekt selbst in der Sichtachse vom Dach des nahe gelegenen Palais Liechtenstein in Richtung Spittelau gut in die Stadtsilhouette einfügt. Dazu trägt auch bei, dass die im Rahmen des Wettbewerbs vorgesehenen baulichen Höhenfenster von 126 Metern durch das Siegerprojekt deutlich unterschritten wurden. Der höchste Punkt der neuen Bebauung wird - anders als von Anrainern befürchtet - "nur" bei rund 58 Metern liegen. Bislang hat der Gebäudekomplex eine Höhe von rund 45 Metern. „Die Überbauung von Bahngleisen in einer gemischten Nutzung zählt weltweit zu den besonderen Herausforderungen im urbanen Raum. Mit dem vorliegenden Gesamtprojekt wurde ein richtungsweisender Lösungsansatz für diese komplexe Aufgabenstellung entwickelt, der dafür ein internationales Referenzbeispiel der zeitgenössischen Wiener Architektur werden kann“, heißt es von Jury-Seiten.

 

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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