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Aluminium als Werkstoff

29.10.2009

Spektakuläre Architektur gelingt trotz Rücksichtnahme auf Kosten, Nachhaltigkeit und sorgsamer Auswahl der Baumaterialien sowie verstärkten Augenmerks auf ökologische und anspruchsvolle Lösungen.

Die Initiative Metallbautechnik lud heuer zu seinem IM-Day nach Linz ein. Die europäische Kulturhauptstadt bildete den Rahmen für einen spannenden Nachmittag und einen gemütlichen Abend. Zunächst stand ein Besuch der Ausstellung „Höhenrausch“ auf dem Programm – für die rund 80 Besucher in vielerlei Hinsicht ein beeindruckender Ausflug über den Dächern von Linz. Für die Metallbauer war vor allem das 60 Jahre alte Riesenrad spannend – wie auch die gemeinsame Erkenntnis, dass es tatsächlich noch funktioniert und sensationelle Ausblicke bei bester Sicht gewährte.

Die Initiative Metallbautechnik – das Aluminium-Fenster-Institut, AFI und die Arbeitsgemeinschaft der Hersteller von Metall-Fenster/Türen/Tore/Fassaden, AMFT – wählten für den fachlichen Teil des IM-Day den Linzer Wissensturm. Das 63 Meter hohe Gebäude im Bahnhofsviertel wird von der Volkshochschule, der städtischen Hauptbibliothek und der Medienwerkstatt genützt. Die elliptische Turmform nach dem Grundkonzept von den Architekten Franz Kneidinger und Heinz Stögmüller wird durch eine Aluminium-Glas-Fassade in ihrer Form unterstrichen.

Leistung des Metallbaus
Die Wahl des Wissensturms als Tagungsort war zugleich die Brücke zum Thema des IM-Day: „Bauen mit Aluminium: Nachhaltigkeit in der Architektur. Die Leistungen des Metallbaus für nachhaltiges Bauen“. „Bauen mit Aluminium spielt eine bedeutende Rolle bei der Umsetzung von nachhaltigen Architekturkonzepten“, erläuterte Harald Greger, Geschäftsführer AFI. Es gelte dabei „sowohl die ökologische, die ökonomische und die soziale Nachhaltigkeit zu beachten. Die Produkte und Dienstleistungen der Metallbautechnik erfüllen diese drei Aspekte. Im Metallbau existiert ein Qualitätsbegriff: Werthaltigkeit – nicht von ungefähr, die Nähe zum Begriff Werterhaltung.“ Langlebigkeit und Robustheit waren letztlich auch die Kriterien, welche die Bauherren des Wissensturms von Aluminium überzeugten.

Andreas Renner, Präsident des AFI, betonte: „Die Metallbautechnik ermöglicht zukunftssichere, zeitgemäße Lösungen. Dabei ist nicht nur das handwerkliche Können beeindruckend, sondern ebenso das umfassende Fachwissen, aufgrund dessen die Metallbauer starke Partner für Bauherren und die Baubranche sind.“

Recycling möglich
Wolfgang Gollner, Bauphysiker und Fassadentechniker, wies auf die Wiederverwertbarkeit von Aluminium hin: „Aluminiumprofile können ohne Qualitätsverlust recycelt werden. Durch Umschmelzen kann das gleiche Produkt mit dem gleichen Gebrauchsnutzen unendlich oft wieder hergestellt werden. Da Aluminium hohe Recyclingquoten erzielt, ist der Energie- und Stoff­einsatz bei der Herstellung eine nachhaltige Investition. Die Wiederverwertung von Aluminium im Baubereich liegt heute bereits bei mehr als 85 Prozent.“
Stefan Fill, Vorstandsvorsitzender AMFT: „Wir tragen mit Vorfertigungsmöglichkeiten zu kürzeren Bauzeiten wie auch flexibleren Raumgestaltungen. Damit liegen wir voll im Trend – denn auch die Ansprüche an Gebäude steigen.“ Architekt Wolfgang Kaufmann erläuterte in seinem launigen Vortrag die Vorteile von Aluminium. Anhand eines seiner aktuellen Projekte, dem in der Nähe des Wissensturm Linz errichteten Power Tower, die Konzernzentrale der Energie AG Oberösterreich, lieferte Kaufmann den Beweis für das Thema des IM-Day: Nachhaltigkeit mit Aluminium.Gisela Gary

bau.info
Initiative Metallbautechnik
Die Initiative Metallbautechnik hat sich zum Ziel gesetzt, durch imagebildende Maßnahmen die Öffentlichkeit über Vielfältigkeit und Bedeutung des Metallbaus zu informieren. Mit der Initiative soll das Image der Metallbautechnik aufgewertet und der komplette Leistungsumfang transparent gemacht werden. Zudem wird aufgezeigt, dass Aluminium-Profilsysteme, die die Gemeinschaftsmarke Alu-Fenster führen, Produkte mit höchster Qualität für Fenster und Fassaden sind. www.initiative-metallbautechnik.at

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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