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Die Herzstücke des tz2 sind die thermische Grundwassernutzung sowie eine komplexe Photovoltaikanlage.

ASCR weitet Forschung aus

13.09.2019

Aspern Smart City Research (ASCR) vermeldet Zuwachs: Mit der Eröffnung des tz2, dem neuen Gebäudeteil des Technologiezentrums der Wirtschaftsagentur Wien, wird die Forschungsumgebung um eine Gewerbeimmobilie erweitert.

2013 gemeinsam von Siemens Österreich, Wien Energie, Wiener Netze, Wirtschaftsagentur Wien und der Seestädter Entwicklungsgesellschaft Wien 3420 AG ins Leben gerufen, forscht Aspern Smart City Research (ASCR) mit Echtdaten aus dem Stadtentwicklungsgebiet Aspern Seestadt an Lösungen für die Energiezukunft im urbanen Raum. Das neue Technologiezentrum der Wirtschaftsagentur Wien stellt eine Erweiterung der bestehenden Forschungsumgebung dar. „Zu einem umfassenden intelligenten Stromnetz, einem Wohngebäude, einem Studierendenheim sowie einem Bildungscampus kommt nun mit dem tz2 ein Gewerbegebäude hinzu“, erklärt ASCR Geschäftsführer Robert Grüneis. „Wir erhoffen uns spannende neue Erkenntnisse sowie Antworten auf unsere Forschungsfragen.“

Ein Gebäude und sein digitaler Zwilling

Schon in der Planungs- und Errichtungsphase wurde hierzu ein digitaler Gebäudezwilling mittels BIM erstellt, wodurch nachhaltige Bauprozesse und vor allem kosteneffizientere Nutzung erreicht werden. „Etwa dann, wenn eine notwendige Wartung oder Nachrüstung des Gebäudes in Sachen Energie bereits vor dem Bedarf antizipiert und durchgeführt werden kann. Der Betrieb wird so zu keinem Zeitpunkt gestört", so Grüneis. Der von Siemens weiterentwickelte und vorgetriebene digitale Planungs- und Ausführungsprozess gilt als richtungsweisende Technologie in der modernen Baubranche. „Wir erwarten uns, dass mit BIM die Gesamtkosten eines Gebäudezyklus um rund ein Drittel gesenkt werden können. Dies gilt es nun in der Praxis zu erforschen", so ASCR Geschäftsführer Georg Pammer. 

Energiebringende Fassade

Das Energiekonzept des tz2, maßgeblich aufbauend auf Kno-how und Ressourcen der Wien Energie, wurde gemeinsam mit den Planern der Wirtschaftsagentur Wien erarbeitet und umgesetzt. Als Herzstücke können die thermische Grundwassernutzung sowie eine komplexe Photovoltaikanlage, die auch in die Fassade integrierte vertikale Module umfasst und deren erzeugte Energie den Mietern zugeteilt wird, genannt werden. „Der Einsatz von dezentralen erneuerbaren Energien ist einer der wichtigsten Bausteine für die nachhaltige Stromversorgung von morgen. Und hier in unserer Forschungsumgebung wird sie schon heute erprobt", so Grüneis.

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