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Auf Gewinnkurs mit ehrgeizigen Zielen

16.05.2007
BIG

2006 stellte die BIG 53 Projekte fertig, 41 Projekte wurden begonnen. Die BIG ist Österreichs größter Bauherr und zugleich der größte Auftraggeber für das heimischen Bau- und Baunebengewerbe. Im Jahr 2006 flossen rund 370 Millionen Euro in Neubauten, in Generalsanierungen 240 Millionen Euro und Instandhaltungen 130 Millionen Euro. Die Schwerpunkte bei der Instandhaltung liegen auf bauliche Sicherheitsmaßnahmen, Brandschutz wie auch Werterhaltungsmaßnahmen. Durch die Fusion von der BIG und von BIG Services Anfang des Jahres 2006 wurde ein modernes Dienstleistungsunternehmen geschaffen. „Der Kunde steht im Mittelpunkt unserer Tätigkeit“, erklärt Christoph Stadlhuber, Geschäftsführer BIG. Insgesamt wird die BIG bis 2010 noch rund 2,5 Milliarden Euro investieren. „Davon profitiert vor allem das heimische Bau- und Baunebengewerbe. Ein Grund für die hohen Investitionen ist die beginnende Umsetzung des 600 Millionen Euro schweren Generalsanierungspaketes der österreichischen Universitäten. Wir sind aufgrund dieses Volumens ein Unternehmen mit volkswirtschaftlicher Relevanz und sichern rund 10.000 Arbeitsplätze in Österreich.“

Die drei BIG-Geschäftsführer – Christoph Stadlhuber, Wolfgang Gleissner und Wolfgang Hammerer – zeigen sich anlässlich der Bilanzpressekonferenz recht zufrieden mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr. Bilanzsumme 2006: rund 4,2 Milliarden Euro. Die Umsatzerlöse stiegen von 693 Millionen Euro im Jahr 2005 auf 715 Millionen Euro. Mehr als 80 Prozent des Umsatzes resultiert aus Mieteinnahmen. Hauptkunde der vermieteten Flächen ist der Bund. 2006 wurde ein Jahresgewinn von rund 50,5 Millionen Euro erwirtschaftet. Insgesamt wurden in dem Betrachtungszeitraum 14 Millionen Euro (entstanden aus dem Ergebnis 2005) an den Eigentümer (Republik Österreich) ausgeschüttet. Darüber hinaus flossen 27 Millionen Euro aus Nachbesserungsverpflichtungen aus dem Verkauf von Liegenschaften an den Eigentümer. „Erfreulich ist die weitere Erhöhung der Eigenkapitalquote von 11,6 Prozent auf 12,6 Prozent. Erstmals konnte durch intensive Verhandlungen die vorläufige Zusage des Aufsichtsrates erreicht werden, dass im Jahr 2007 keine Dividende ausgeschüttet, also der Gewinn im Unternehmen belassen wird“, erklärt Wolfgang Hammerer. Die Verbindlichkeiten betrugen mit Ende 2006 rund 3,35 Milliarden Euro. Stolz betont Hammerer, dass der BIG auch im Jahr 2006 die höchste Bonitätsstufe (Aaa) mit stabilem Ausblick durch die international renommierte Ratingagentur Moodys bestätigt wurde.

Erhöhung der Eigenkapitalquote

Die BIG wird voraussichtlich für 2006 keine Dividenden an das Finanzministerium überweisen. „Im Budget für 2007/08 fehlen diese bereits“, so Stadlhuber, „in den kommenden Jahren wollen wir die Eigenkapitaldecke auf 25 Prozent heben.“ Für 2006 wird es nur Nachbesserungen und keine Dividende geben. Der Plan ist, einen jährlichen Schnitt von 20 Millionen Euro an Nachbesserungen aus Verkäufen an das Finanzministerium abzuliefern. Im Jahr 2006 wurde für 2005 noch eine Dividende von 14 Millionen Euro an die Eigentümer ausgeschüttet. Dazu kamen 27 Millionen Euro an Nachbesserungen. Insgesamt wurden seit 2001 – inklusive Verkäufe – rund 4,5 Milliarden Euro an den Eigentümer, den Bund, überwiesen, erklärt Wolfgang Gleissner. 2007 gibt es rund 50 Millionen Euro Verkaufsvolumen. An die 30 Millionen Euro sollen davon an den Eigentümer gehen.

Vorreiter in Passivhaubauweise

Die BIG ist Hausherr fast aller heimischen Schulen und Universitäten. Die Erträge aus der Vermietung betrugen 601,9 Millionen Euro. An die 44 Prozent flossen der BIG allein aus Mieteinnahmen der Universitätsgebäude zu, 22 Prozent stammten von den Schulen.
Stolz ist die BIG auf ihre Vorreiterrolle im Bereich Passivhaustechnologie. In Europa gibt es für Büro- und Gewerbeprojekte in Passivhausbauweise noch keine Erfahrungswerte – die BIG kann als Vorzeigebeispiel auf das Haus der Forschung verweisen.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Ge­schäfts­tätigkeit (EGT) lag bei rund 87 Millionen Euro, um 13,6 Prozent weniger als noch im Jahr 2005. Als Grund nannte Hammerer notwendige Investitionen und Instandhaltungen, die das EGT und somit auch das Konzernjahresergebnis schmälerten. Dieses belief sich im Vorjahr auf 50,3 Millionen Euro (–12 Prozent). Für die Schuldentilgung hat die BIG im Vorjahr knapp 19 Millionen Euro aufgewendet, die zur Gänze aus dem Free-Cashflow von 230 Millionen Euro finanziert wurde.

Im Jahr 2001 hat die BIG einen Bestand von rund 5.000 Gebäuden in ganz Österreich mit einer Summe von 2,4 Milliarden Euro vom Bund gekauft.
Zu den Projekten, welche heuer fertig gestellt werden bzw. in Bau sind, zählen der Justizpalast Wien, das Finanzministerium, Zentrum für molekulare Biowissenschaften der Karl Franzens Universität Graz, Mumuth – Haus für Musik und Musiktheater in Graz, Universitätsklinik für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, Technische Universität Wien. Baustart findet demnächst HAK Innsbruck (Generalsanierung um rund 10,5 Millionen Euro), Biologiezentrum Uni Wien (Generalsanierung um rund 30 Millionen Euro), Unipark Nonntal (Neubau um rund 60 Millionen Euro), Science Park Linz (Neubau um rund 20 Millionen Euro) wie auch die HTL Hallein (Generalsanierung um rund 15 Millionen Euro).

Gisela Gary

Artikel aus: bau.zeitung 19/07, S. 12

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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