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Sieger Kategorie „ Öffentliche Bauten“: Schul- und Kulturzentrum Feldkirchen an der Donau; Architektur: Fasch+Fuchs; Verarbeiter: Leitner Gebäudedämmung.Sieger Kategorie „Wohnbau und Denkmalschutz“: Wohnhaus der Stadt Wien, Breitenfurter Straße 242, Wien; Architektur: Treberspurg & Partner; Verarbeiter: G. und M. Maier Bauunternehmung.Sieger Kategorie „Wohnbau“: Amraser Straße 118, Innsbruck; Architektur: U1 Architektur; Verarbeiter: SP-Bau GmbH.Lobende Erwähnung – Denkmalschutz im Wohnbau: Erzabtei St. Peter, Haus 5, 6, 7, Salzburg; SPS-Architekten ZT GmbH.

Ausgezeichnete Sanierungsoffensive

15.03.2016

Bereits zum achten Mal verlieh die Qualitätsgruppe Wärmedämmsysteme den Ethouse-Award an gelungene Sanierungsprojekte. Im Fokus stehen dabei Architektur und Verarbeitung.

Dass energieeffizientes Sanieren und architektonische Ästhetik kein Widerspruch sind, bewiesen einmal mehr die Einreichungen zum diesjährigen Ethouse-Award, der bereits zum achten Mal von der Qualitätsgruppe Wärmedämmsysteme verliehen wurde. Clemens Hecht, Sprecher der Gruppe: „Die Projekte zeigen zudem, dass thermische Sanierung mit historischer Bausubstanz vereinbar und mit jedem Budget möglich ist.“ Die Experten-Jury, unter Vorsitz von Architekt Johannes Kislinger, bewertete die Einreichungen streng nach den Kriterien „Energieeinsparung“, „Schönheit“, „Umfang der Sanierung“ und „Qualität der Dämmstoffe“.

Altes Objekt mit neuem Zweck

In der Kategorie „Wohnbau“ wurde das Haus in der Amraser­ Straße 118 in Innsbruck ausgezeichnet. Das ehemalige Gewerbe- und Geschäftsobjekt aus dem Jahr 1960 wurde teilweise entkernt und für studentisches Wohnen mit neuem Inhalt versehen. Das Projekt zeige laut der Jury, wie eine Verdichtung geschaffen werden kann und gleichzeitig ein Neubaustandard erreicht wird. Der Heizwärmebedarf konnte um 94 Prozent reduziert werden. Zudem sei es ein Beispiel für kostengünstiges Bauen.

Das Wohnhaus der Stadt Wien in der Breitenfurter Straße 242 in Wien wurde von der Jury in der Kategorie „Wohnbau und Denkmalschutz“ ausgezeichnet. Das Projekt zeichnet sich dadurch aus, dass Planer und Bauherr sich mit der herausfordernden Situation des Gebäudes, des Denkmalschutzes und der Lage an einer stark frequentierten Straße erfolgreich auseinandergesetzt haben. Wiener Wohnen schaffte es mit diesem Haus zum ersten Mal, ein Gebäude auf Niedrigstenergiestandard zu sanieren. Der Heizwärmebedarf wurde von 204 kWh/m²a auf 22 kWh/m²a verbessert – das entspricht einer Reduktion um 90 Prozent.

Eine lobende Erwähnung zum Denkmalschutz im Wohnbau erhielt die Erzabtei St. Peter, Haus 5, 6, 7 in Salzburg. Das Projekt umfasste drei Häuser mit zehn Kleinstwohnungen. Wegen der zentralen Lage in der Altstadt waren Anforderungen des Altstadterhaltungsschutzes bei der thermischen Sanierung zu beachten. Das Projekt sei ein sehr gutes Beispiel für die behutsame Sanierung historischer Häuser im Weltkulturerbe.

Umfassende Sanierung siegreich

Die Sanierung des bestehenden Schulgebäudes und die Erweiterung durch den Neubau zeige, wie durch diese Kombination ein spannendes Gesamtwerk entstehen kann. Dieses Juryurteil brachte dem Schul- und Kulturzentrum Feldkirchen an der Donau den Sieg in der Kategorie „ Öffentliche Bauten“ ein. Die Gebäudehülle der Schule wurde saniert, mit neuen Fenstern und einem WDVS versehen, das bestehende Dach entfernt und durch ein Flachdach ersetzt. Der Heizwärmebedarf wurde um 57,84 Prozent, von 102 kWh/m²a auf 43 kWh/m²a, reduziert. 

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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