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Ausgezeichnetes Sanierungs-Know-how

13.08.2009

Die Landesinnung Bau Wien zeichnete zum 24. Mal herausragende Sanierungsprojekte mit dem Stadterneuerungspreis aus, bei denen Baumeister ihre beeindruckende Kompetenz unter Beweis stellten.

Alten Mauern neues Leben einzuhauchen - das ist das Motto der Einreichkriterien zum Wiener Stadterneuerungspreis. Die Wirtschaftlichkeit wie auch der sensible Umgang mit historischem Mauerwerk sind dabei die Aufgaben des Baugewerbes. Die heuer eingereichten Projekte zeigen die breite Palette an Sanierungsvorhaben, mit denen Baumeister konfrontiert sind. Das Spannungsfeld zwischen Denkmalschutz, den Wünschen und Vorstellungen des Bauherren, den finanziellen Möglichkeiten wie auch den realistischen und nachhaltigen Wegen ist in vielen Fällen eine Herausforderung vor allem für das ausführende Gewerbe. Denn es gilt, Altes zu erhalten, mit Neuem zu verbinden und ein Gesamtsanierungskonzept zu finden.
Walter Ruck, Landesinnungsmeister Bau Wien, erläuterte anlässlich der Preisverleihung: "Durch die historisch wertvolle Bausubstanz unserer Bundeshauptstadt ist der durchschnittliche Wiener Baugewerbebetrieb auf die Sanierung, Erhaltung und den Umbau städtischer Objekte spezialisiert und sensibilisiert. Aber so schwer wie heuer hatte es die Jury noch nie. Deshalb fiel die Entscheidung auf zwei erste wie auch zwei zweite Plätze."
Michael Ludwig, Vizebürgermeister und Wohnbaustadtrat Wien, wie auch Brigitte Jank, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien, verliehen gemeinsam mit Walter Ruck die Urkunden an die Sieger. Aus den 17 eingereichten Projekten erhielten das Projekt Kauerhof und die Heumühle jeweils den ersten Platz, das Landhaus "Jenamy" Kornhäuselvilla wie auch das Mietwohnhaus Jeneweingasse den jeweils zweiten Platz. Für das Projekt Hotel Kaiserin Elisabeth wurde ein Sonderpreis vergeben.
Die Jury waren: Walter Ruck, Andreas Kolbitsch, TU Wien, Andreas Gobiet, Präsident der Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten, Michaela Trojan, Wohnfonds Wien, Brigitte Jank, Präsidentin Wirtschaftskammer Wien, Barbara Neubauer, Bundesdenkmalamt, Hans-Werner Frömmel, Bundesinnungsmeister Bau, und Baumeister Alexander Safferthal.

Heutiger Standard
Der Kauerhof wurde von den Bauunternehmen Pittel & Brausewetter und Handler Bau unter der Leitung von Atelier Brada-Klerings saniert, Bauherr war die Wohnbauvereinigung für Privatangestellte. Die Bauaufgabe umfasste die komplette Instandsetzung der allgemeinen Teile der Gebäude, die Errichtung einer Fernwärmeheizung und zehn Aufzugsanlagen. Der Kauerhof verfügt nun über 131 Wohnungen und fünf Lokale. Die Stadt Wien förderte das Projekt mit 5,6 Millionen Euro - die Gesamtbaukosten betrugen rund 11,3 Millionen Euro.
Als bautechnische Herausforderung erwies sich das Projekt Heumühle, eine 1386 erbaute Mühle, die nach strengen Auflagen mit den in den damaligen Zeiten erbauten Baumaterialien errichtet wurde. Das Gebäude wurde komplett entkernt. Dr. Jelitzka + Partner Gesellschaft für Immobilienberatung und -verwertung als Vertreter der Eigentümer beauftragten die Architekten Zeytinoglu und Rollwagen wie auch die Wibeba und Polleres Bau mit der umfassenden Sanierung.
Das unter Denkmalschutz stehende Landhaus "Jenamy" Kornhäuselvilla erhielt den zweiten Platz. Die Ausführung verantwortete die Universale Hochbau Wien Zweigniederlassung der Alpine Bau, die Planung übernahm Architekt Michael A. Hein. Bauherr war die Neue Heimat. In engem Austausch mit dem Denkmalschutz entstanden barrierefreie Büro- und Geschäftsbereiche wie auch Arztpraxen.

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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