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Ausrichtung stärken

07.05.2010

Der Betontag gilt als der zentrale Bautechnik-Kongress Zentraleuropas. Mit rund 2.000 Teilnehmern aus mehr als 16 Ländern konnte die internationale Ausrichtung am Betontag 2010 weiter gestärkt werden.

Alle zwei Jahre veranstaltet die Österreichische Vereinigung für Beton- und Bautechnik (ÖVBB) den Betontag. Dieses Jahr bot der Betontag 2010 Ende April erneut eine aktuelle Leistungsschau. Mehr als 90 Aussteller und 50 Fachvorträge lockten rund 2.000 Teilnehmer aus mehr als 16 Ländern zur internationalen Kommunikations- und Innovationsplattform für Betontechnologie und Bautechnik. Vertreter von Bauherren, der Bauindustrie, Ingenieurbüros und Baunebengewerbe tauschten Informationen und Erfahrungen über neueste technische Innovationen und Projekt- und Ausführungshighlights sowohl für Infrastruktur als auch für Hochbau aus.

„Obwohl die Krise im Bauwesen für die meisten europäischen Länder erst im Jahr 2012 überstanden sein dürfte, gab es am Betontag 2010 eine Vielzahl an neuesten technischen Trends, Projektvorschauen in der Ausführungs- und Planungsphase sowohl für Verkehrsinfrastrukturbau als auch für den Hochbau“, so Peter Preindl, Vorstandsvorsitzender der Österreichischen Vereinigung für Beton- und Bautechnik.

Der Betontag 2010 bot ein breites Spektrum an informativen und interessanten Vorträgen auf internationalem Niveau. Themenschwerpunkte wie „Forschung und Entwicklung“, „Hochbau“, „Infrastruktur“, „Ingenieurprojekte im Energiebereich“ – ein Thema, dem zum ersten Mal ein gesamter Vortragsblock gewidmet wurde – und „Hohlraumbau“ boten einen guten Überblick. Internationale Schwerpunkte wurden bei der Themenauswahl mit den Sessions „Südost- und mittelosteuropäische Länder“, sowie „Planen und Bauen im Ausland“ gesetzt. Damit sollte nicht zuletzt die internationale Ausrichtung des Bautechnik-Kongresses gestärkt werden, wie auch Peter Preindl betont.


Ausgezeichneter Nachwuchs
Auch heuer wurde im Rahmen des Betontages der Technologiepreis für Beton- und Bautechnik verliehen. Mit dem Preis werden Diplomarbeiten ausgezeichnet, die einen besonderen Beitrag zur Weiterentwicklung der Betonbauweise liefern. Den ersten Platz des Technologiepreises 2010 erzielte Cornelia Wieder von der Technischen Universität Wien mit dem Thema „Vorgespannte Betonbrücken mit integriertem Fahrbahnbelag“ und erhielt davon 2.000 Euro Preisgeld.

Den zweiten Platz erreichte Roland Österreicher von der Technischen Universität Graz mit dem Thema „Baukastensysteme für Fußgängerbrücken aus ultrahochfestem Faserbeton“ und wurde mit 1.500 Euro Preisgeld belohnt. Für seine Diplomarbeit mit dem Titel „Einfluss unterschiedlicher Nachbehandlungsmethoden auf ausgewählte Eigenschaften vakuumgemischter ultrahochfester Betone“ erhielt Ludwig Rossbacher von der Technischen Universität Wien den dritten Preis.


Projekte im Detail

Nicht nur die 90 Aussteller informierten über aktuelle Neuheiten im Bauwesen aus der Praxis. Weitere zwei ganz besondere Highlights des diesjährigen Betontages waren die beiden Fachexkursionen zu den derzeit größten und komplexesten Projektentwicklungen Wiens „Wien Mitte“ und zur wesentlichen Verbindungsachse zwischen dem Westen und Osten Wiens, dem „Lainzer Tunnel“. Dabei hatten die Besucher die Gelegenheit, diese Projekte aus der Nähe zu betrachten und Detailinformationen zu erhalten. So werden etwa beim Projekt „Wien Mitte“ bis zu seiner Fertigstellung etwa 125.000 Kubikmeter Beton und rund 14.000 Tonnen Bewehrungsstahl verarbeitet.

Diana Danbauer

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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