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AWO: Österreich dominiert erste Passivhaus-Konferenz Großbritanniens

14.10.2010

Bei den meisten Passivhaus-Projekten im Vereinigten Königreich fließt Know-how österreichischer Unternehmen ein

Ganz im Zeichen Österreichs stand die erste nationale Passivhaus-Konferenz des Vereinigten Königreichs diese Woche in London. Der von der österreichischen Außenhandelsstelle London und der Außenwirtschaft Österreich (AWO) organisierte Österreich-Stand mit 15 rot-weiß-roten Firmen "machte die Konferenz-begleitende Ausstellung zu einer 'österreichischen Angelegenheit' und die beteiligten Unternehmen konnten mit ihren Produkten und Lösungen für energieeffizientes Bauen und erneuerbare Energieträger bei den 400 Konferenzteilnehmern nachhaltig punkten", berichtet Georg Karabaczek, österreichscher handelsdelegierter in Großbritannien.

Zielsetzung der Passivhaus Konferenz war, das Thema bei Planern, Architekten, öffentlichen Institutionen und Wohnungsgenossenschaften stärker zu platzieren und Lobbying für die Integration des Passivhaus-Standards in die britische Bauordnung zu betreiben. Neben prominenten Rednern wie dem Staatssekretär für Energie und Klimawandel Chris Huhne und bedeutenden britischen Architekten gab es auch einen Vortrag von Helmut Krapmeier, Passivhaus-Experte vom Energieinstitut Vorarlberg. Auf der Konferenz wurde auch die Gründung der UK Passivhausorganisation "Passivhhaus-Trust" bekannt gegeben - ein weiterer Schritt zur Verbreitung dieses Standards im Vereinigten Königreich.

Karabaczek: "Im Vereinigten Königreich ist die Dichte an Passivhaus-Projekten noch sehr gering. Umso erfreulicher ist, dass bei den meisten Projekten österreichisches Know-how einfließt." So wurde etwa das erste Collegegebäude mit Passivhaus-Zertifizierung im Hadlow College in Kent von Weissenseer Holz-System-Bau und deren britischen Partnern realisiert und mit Haustechnik von Drexel & Weiss und dreifach-verglasten Fenster von Internorm ausgestattet.

Ein von der Vorarlberger Firma Kaufmann Zimmerei errichtetes
Passivhausprojekt, wurde als Best Practice für eine Weiterbildungsveranstaltung für britische Architekten ausgewählt. Die steirische Holzssystembaufirma KLH, die in den letzen fünf Jahren am Markt stark expandiert hat und mit dem höchsten Holzhochhaus der Welt berühmt geworden ist, hat inzwischen zahlreiche Holzbauten errichtet und wurde mit zahlreichen Design und Umweltpreisen ausgezeichnet.

"Dass der österreichische Fenstererzeuger Optiwin bzw. die Solarfirma Tisun im nationalen Fernsehen als exemplarisches Beispiel für Produkte für die Passivhausbauweise ausgewählt wurden, zeigt wie sehr Know-how aus Österreich in diesem Bereich bekannt und gefragt", so Karabaczek abschließend.

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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