Direkt zum Inhalt

Bahnhof wird zur Nahverkehrsdrehscheibe

15.04.2009

Der Umbau des frequenzstarken Hauptbahnhofs St. Pölten stellt einen wesentlichen Beitrag zur Bahnhofsoffensive dar. Die ÖBB-Infrastruktur Bau AG setzt vor allem hohe Maßstäbe in die Infrastruktur und barrierefreies Reisen.

Rollstuhlgerechte Einstiegsmöglichkeiten, Lifte sowie ein Blindenleitsystem als Orientierungshilfe sind wesentliche Bestandteile des 208 Millionen teuren Projektes. Ingesamt werden 12.000 Quadratmeter Bahnsteig errichtet, davon 9.300 Quadratmeter mit einem Bahnsteigdach. 14.000 Meter Gleis und 45 Weichen werden neu verlegt und sorgen für ein hochleistungstaugliches Verkehrskonzept. Zur Erzielung höherer Geschwindigkeiten wurden für den Oberbau ein stärkeres Schotterbett und Schwellen sowie bessere Schienen verwendet. 3.000 Quadratmeter Lärmschutzwände werden aufgestellt und 6.000 Quadratmeter Unterschottermatten als Erschütterungsschutz eingebaut. Beim Bau der neuen Bahnhofshalle werden die Fundamente mit Betonsuspensionen injiziert. Dadurch wird der Boden setzungsfrei und bildet einen guten Untergrund für die neue Bahnhofshalle. Ein großes Vordach kennzeichnet den Bereich vor dem Eingang. Das historische Bahnhofsgebäude soll in seinem äußeren Erscheinungsbild erhalten bleiben. Es erfolgt daher eine denkmalpflegerische Sanierung der Südfassade. Der Vorplatz Süd wird eine Verlängerung der Fußgängerzone Kremser Gasse und erschließt die Verbindung zwischen Bahnhof und City, zudem ist er durch zahlreiche Beleuchtungselemente und einen Brunnen geprägt. Die Bahnhofspassage verbindet den nördlichen und südlichen Vorplatz. Wesentlich für weitere Zugangswege ist der Bau der Unterführung Schöpferstraße. Der 76,5 Meter lange Tunnel wurde in acht Tragwerkabschnitten errichtet. Die Bahnhofspassage dient als Hauptdurchgangsweg des Bahnhofs. Ausgestaltet wird die zentrale Passage mit einem Granitboden und dazupassenden weißen Glasverkleidungen an den Wänden. Eine helle, lichtdurchflutete Halle und vielfältige Einkaufmöglichkeiten prägen das Innenleben des Bahnhofes. Geplante Baufertigstellung: Mitte 2010.

aus: bauzeitung 15/09, S. 6

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
Werbung

Weiterführende Themen

Der Fokus der diesjährigen Investitionen liegt auf dem Ausbau und der Erneuerung der Tunnelanlagen.
Aktuelles
01.03.2016

Eine Milliarde Euro investiert die Asfinag in neue und vor allem sichere Straßen und Tunnel.

International: Mithilfe zweier hydraulisch bedienbarer PeriI-Schalungsmaschinen entsteht derzeit in China der längste Unterwassertunnel der Welt. Die Innenschalung fährt hydraulisch über Vorschubträger in die Bewehrungskörbe ein.
Sonderthemen
18.10.2013

Technische Bauwerke bieten Herausforderungen. Sei es durch ihre Größe, Spannweite, Höhe oder ­Massivität. Einen wesentlichen Anteil am Gelingen hat die moderne Schalungstechnik, dank der solche ...

News
10.10.2011

300 Millionen Euro wurden bisher in den Brenner Basistunnel investiert. Hochgerechnet sollen die valorisierten Baukosten für den 55 Kilometer langen Tunnel 9,7 Milliarden Euro betragen. Für die EU ...

News
11.06.2010

Österreichische Bauunternehmen sind international innovativ unterwegs. Ob Tunnelbau, Tourismus oder Deponie – heimische Betriebe punkten mit Know-how und Qualität wie unterschiedliche Projekte ...

News
16.09.2009

Die Verlegung des Nordwestbahnhofes nach Inzersdorf ermöglicht die Errichtung eines neuen Wohnviertels in zentraler Lage von Wien. Bis 2025 winkt der Baubranche ein Investitionsvolumen von drei ...

Werbung