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Barrierefreies Planen und Bauen

05.03.2007

"Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden. Die Republik bekennt sich dazu, die Gleichstellung von behinderten und nichtbehinderten Menschen in allen Bereichen des täglichen Lebens zu gewährleisten."(Österreichische Bundesverfassung im Art. 7, Abs.1)

Barrierefreies Planen und Bauen ist eine Grundvoraussetzung für die Integration und die eigenständige Lebensführung behinderter und alter Menschen, die weit über die bauliche Umwelt hinausreicht und alle Lebensbereiche umfasst.
Von baulichen Barrieren (wie Stufen, zu schmale Türen und Durchgänge usw.) sind jedoch nicht nur Menschen mit Behinderungen betroffen sondern auch
• Personen mit Kleinkindern und Kinderwägen
• schwangere Frauen
• Personen mit Lasten
• die Mehrzahl älterer Menschen
• Kinder
sind genauso behindert, wenn sie auf Hindernisse stoßen, die mit den eigenen Möglichkeiten nicht bewältigt werden können.
Somit berücksichtigt Barrierefreies Planen und Bauen den natürlichen Lebenszyklus jedes Menschen, in dem die Wohnung und das gesamte Umfeld so gestaltet sind, dass er darin selbstständig, trotz körperlicher Einschränkungen und verringerter Fähigkeiten, unabhängig alt werden kann.
Von dieser Warte aus gesehen ist Barrierefreies Planen und Bauen natürlich ein sehr brisantes gesellschaftspolitisches Thema bei dem alle aufgerufen sind ihren Beitrag dazu zu leisten, denn letztendlich wird jeder von uns davon einmal - spätestens im Alter - betroffen sein und dann die Vorteile sowie die dadurch gesteigerte Lebensqualität zu schätzen wissen.
Alleine bei der Betrachtung der demographischen Entwicklung in Europa muss man also zu dem Schluss kommen, dass Barrierefreies Bauen nicht mehr länger eine Sonderlösung sein darf, sondern die Grundlage für die Gestaltung unseres gesamten Lebensraumes und damit ein selbstverständlicher Planungsgrundsatz werden muss.
Leider fehlt aber derzeit noch dieses Selbstverständnis wie es sich im Bauwesen zum Beispiel beim Thema Energiesparen oder Brandschutz bereits manifestiert hat. Dies wird leider immer wieder durch die Planungs- und Ausführungsfehler dokumentiert. Es ist daher noch eine Menge an Informationsarbeit notwendig um alle am Bau planenden und ausführenden Berufsgruppen von der absoluten Notwendigkeit des Barrierefreien Planen und Bauens zu überzeugen; und damit kann nicht früh genug damit begonnen werden.
Diese Problematik wurde auch auf europäischer Ebene erkannt und bereits im Jahre 2001 hat der Europarat in seiner Resolution ResAP (2001)1 folgendes verfasst:
"Die Planungsgrundsätze für das "Universal Design for all" soll in die Studienpläne der Architekten, Ingenieure und Stadtplaner sowie auch in das Ausbildungsprogramm aller Bauberufe eingegliedert werden, da architektonische Barrieren und Hindernisse viele Menschen mit Behinderungen von der Teilnahme am Gemeinschaftsleben vollkommen ausschließen."

Auf diesem Weg zum Selbstverständnis will nun die Firma Selmer Objetkeinrichtungen, Seekirchen, einen Beitrag dazu leisten und veranstaltet als kompetenter Ansprechpartner anlässlich der Haustec-Messe in Salzburg, eine BusinessPartner Konferenz zum Thema Barrierefreies Planen und Bauen.

Termin: 30. 03.2007; 14:00 Uhr
Ort: Messezentrum Salzburg, Halle 1, Eingang M, 1. Stock, Galerie D, Saal A

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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