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„Baulehre 2020 – eine strategische Antwort auf die digitale Welt“

05.12.2018

Im Jahr 1981 haben die Entscheidungsträger der Bauwirtschaft die Bedeutung von gutaus­gebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erkannt und mit der Errichtung des ersten Lehrbauhofs die Idee der zwischenbetrieblichen Ausbildung umgesetzt. Die Festlegung, die fachpraktische Ausbildung von Maurer-, Schalungsbau- und Tiefbaulehrlingen in den Ausbildungsbetrieben mit jährlichen Entsendungen in die Lehrbauhöfe der Bauakademien zu ergänzen, hat sich bestens bewährt. 
Auch Baulehrlinge von spezialisierten Betrieben­ erlernen in diesem trialen Ausbildungsmodell (Betrieb, Bauakademie, Berufsschule) alle im jeweiligen Berufsbild festg­elegten Lehrinhalte und erhalten dadurch eine umfassende Berufsausbildung. Im zweiten und dritten Lehrjahr wird den Betrieben ein berufsspezifischer Fragebogen übermittelt, um individuelle Stärken und Schwächen jedes Lehrlings zu erfassen und eventuelle Defizite bei den ­Praxisarbeiten in den Bauakademien zu beseitigen. Infolgedessen wird von den Ausbilderinnen und Ausbildern neben ihrer Flexibilität und ihren fachlichen Kompetenzen auch ein hohes Maß an didaktischen Kompetenzen gefordert. 
Mit der Adaptierung der Berufsbilder im ­Projekt „Baulehre 2020“ gibt die Bauwirtschaft auch eine strategische Antwort auf die digitale Welt. Es gilt, zukünftig neue Technologien zu nutzen und auch hinsichtlich der Digitalisierung entsprechende Kompetenzen zu vermitteln. Von den Lehrlingen wird ein Höchstmaß an Wirklichkeitsnähe, psychomotorischen ­Anforderungen und persönlichem Engagement gefordert. Eine wesentliche Aufgabe wird im Hinblick auf das erfolgreiche triale Ausbildungssystem auch zukünftig die Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Betrieben, ­Bauakademien und Berufsschulen sein, um infolgedessen den Ausbildungserfolg der ­einzelnen ­Lehrlinge zu maximieren.

Autor/in:
Andreas Hauser

GF Bauakademie Wien

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