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Zuerst wird mit Beton eine ebene Fläche auf den darunterliegenden Pneu gegossen. Ist der Beton ausgehärtet,  ...... werden der Pneu und die Pneukeile aufgeblasen. Ein um die Betonplatte laufendes ­Stahlseil wird zusammen­gezogen,  ...... und so entsteht binnen kurzer Zeit die schlanke, tragfähige Konstruktion.Zuerst wird mit Beton eine ebene Fläche auf den darunterliegenden Pneu gegossen. Ist der Beton ausgehärtet,  ...... werden der Pneu und die Pneukeile aufgeblasen. Ein um die Betonplatte laufendes ­Stahlseil wird zusammen­gezogen,  ...... und so entsteht binnen kurzer Zeit die schlanke, tragfähige Konstruktion.

Biegsamer Beton

20.06.2014

Die TU Wien revolutioniert den Betonkuppelbau durch aufblasbare Stützen. Das Ver­fahren ist einfach in der Anwendung und verspricht schlanke, tragfähige Konstruktionen.

Große Schalenbauten aus Beton oder Stein werden heute kaum noch errichtet. Das liegt daran, dass man für den Bau von Kuppeln normalerweise aufwändige, teure Stützkon­struktionen aus Holz benötigt. An der TU Wien wurde nun ein neues Bauverfahren entwickelt, das gänzlich ohne Holzgerüst auskommt. Eine Betonplatte wird flach auf dem Boden ausgehärtet, danach bläst man einen darunter postierten Luftpolster auf, und der Beton krümmt sich in kurzer Zeit zu einer belastbaren, stabilen Schale. „Man kann sich das wie eine Orangenschale vorstellen, die man regelmäßig einschneidet und flach auf dem Tisch ausbreitet“, sagt TU-Professor Johann Kollegger. „Wir machen es umgekehrt, wir beginnen in der Ebene und stellen daraus eine gekrümmte Schale her.“

Millimetergenaue Arbeit

Zunächst wird mit gewöhnlichem Beton eine ebene Fläche mit Stahlseilbewehrung auf dem schon darunterliegenden Pneu gegossen. Dabei muss die geometrische Form genau stimmen, da die Platte in mehrere Segmente unterteilt ist. Abhängig von der Form, die letztendlich entstehen soll, müssen bei der Herstellung der Fläche genau passende, keilförmige Stücke ausgespart werden.
Ist die Betonplatte ausgehärtet, werden der darunterliegende Pneu aus zwei miteinander verschweißten Kunststofffolien und die Pneukeile zwischen den einzelnen Elementen aufgepumpt. Gleichzeitig wird ein außen um die Betonplatte verlaufendes Stahlseil zusammengezogen, sodass der Beton innen gehoben und außen zusammengedrückt wird. Um sicherzustellen, dass sich alle Teile der Betonplatte gleichmäßig heben, sind die Segmente der Betonplatte mit Metallschienen verbunden. Im Experiment der TU Wien war dieser Arbeitsschritt nach etwa zwei Stunden abgeschlossen, die Betonschale hatte eine Innenhöhe von 2.90 Metern erreicht. 
Die möglichen Anwendungsgebiete für die Konstruktion seien vielfältig, wie Benjamin Kromoser, die zweite Kraft hinter dem Projekt, erklärt. „Kuppeln mit 50 Metern Durchmesser wären problemlos machbar. Genauso könnte man Halbkugeln als Pavillon oder Carports errichten oder durch Ausschneiden eine Brücke einfach herstellen“, so Kromoser.

Autor/in:
Christoph Hauzenberger
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