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Status quo in Ordnung

Kundenwünsche erfüllen

Braucht der Bau Flexiblere Arbeitszeiten – und wie SÄHE eine Reform AUS?

Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass der Kollektivvertrag in unserem Bereich die Dienstzeiten ohnehin relativ flexibel regelt, da ja das Ansparen mittels Überstundenkonto möglich ist. Zudem gibt es in unserem Bereich auch relativ kurze Kündigungsfristen. Natürlich wird das Thema der Arbeitszeiten, auch von den Sozialpartnern, immer wieder aufs Neue diskutiert.

In der Baubrache sind die Regelungen an und für sich gut. Natürlich kann man überlegen, das Zeitausgleichskonto noch zu erweitern. Was vielleicht interessant wäre und in der öffentlichen Diskussion, in den Medien, zu wenig abgebildet wird, ist die Möglichkeit einer Erweiterung der Gesamtwochenarbeitszeit unter bestimmten Voraussetzungen.

Fritz Bogensperger, Geschäftsführer Zaunfuchs Bau

Im Sinne des Kunden-Service: Ja. Wir stehen in einem regionalen und überregionalen Mitbewerb, der äußerste Flexibilität erfordert. Wünschenswert wäre, dass die gesetzlichen Rahmenbedingungen darauf ausgelegt werden – wie auch oft von unseren Mitarbeitern gewünscht. Die Bauwirtschaft insgesamt ist flexibel. Je nach Wettersituation sind auch die Arbeitsstunden auf der Baustelle anzupassen – im Sommer sind mehr Stunden möglich als im Winter. Weiters sind Kundenwünsche, Fertigstellungstermine und Kundenberatungen abends oder am Wochenende eine Selbstverständlichkeit, die der Kunde einfordert. Ein durchaus brauchbarer Ansatz ist die in der Baubranche übliche Einteilung in „lang/kurz“- oder „lang/lang/kurz“-Wochen. Zusätzlich könnte ich mir eine Variante vorstellen, die eine „Jahresarbeitszeit“ flexibel auf das Jahr aufteilen lässt. Interessant wäre auch, dass die Zeiten, die im Sommer mehr gearbeitet werden, im Winter als Zeitguthaben gelten.

Johann Schania, Geschäftsführer Schania Bau

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