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Braune Wanne für Schwarzenbergplatz

04.07.2007

An der prominenten Wiener Adresse Schwarzenbergplatz 5 errichtet die Breiteneder Immobilien GmbH in Zusammenarbeit mit der Porr GmbH bis 2008 einen Neubau mit Büro- und Wohnnutzung inklusive einer viergeschoßigen öffentlichen Tiefgarage mit zirka 160 Stellplätzen und einer Gesamtnutzfläche von etwa 10.000 Quadratmetern.

Die städtebaulichen Grundlagen für das Bauvorhaben sowie das Raumkonzept stammen vom Architektenteam Frank & Partner. Auf Anregung des Fachbeirates für Stadtplanung und Stadtgestaltung wurde gemeinsam mit der Magistratsabteilung 19 – Architektur und Stadtgestaltung ein Gestaltungswettbewerb für das traditionsreiche Grundstück ausgeschrieben, den der Architekt Martin Kohlbauer einstimmig für sich entscheiden konnte. Derzeit sind die fünf Untergeschoße in Bau. Sie werden in Deckelbauweise errichtet. Das heißt, zuerst werden die seitlichen Schlitzwände erstellt und erst danach wird ein Geschoß nach dem anderen in den Untergrund gegraben. Eine Herausforderung für Planer und Ausführende stellt die Abdichtung des unterirdischen Bauwerks dar. Da das Gebäude etwa acht Meter in das Grundwasser eintaucht, ist die Abdichtung ein Teil, der wesentlich zur Funktionstauglichkeit der Tiefgarage beiträgt. Die Abdichtung der Bodenplatte wird von der Lawugger Zormann Bausysteme LZB als so genannte Braune Wanne ausgeführt. Das System Braune Wanne erfreut sich in den vergangenen Jahren vor allem bei Spezialbauvorhaben mit erhöhten Anforderungen an die Dichtigkeit eines Bauwerks immer größerer Beliebtheit. Dabei werden geotextile Bahnen, die mit natürlichem Natrium-Betonit gefüllt sind, vor dem eigentlichen Betoniervorgang verlegt. Durch die Quellfähigkeit des eingewebten Betonits ist die Matte rissüberbrückend und selbstheilend. Darüber hinaus sind die Bahnen in der Verlegung von der Witterung unabhängig. Eine spezielle Vorbehandlung des Untergrundes ist nicht notwendig. Auch Restfeuchte im Untergrund oder der Konstruktion sind für den Baufortschritt nicht von Bedeutung.

bau.zeitung 26/27 07, S. 6

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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