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Bei den Mineuren, Baufirmen und der BBT SE war die Freude über den geglückten Durchschlag groß.

Brenner Basistunnel: Durchschlag geglückt

06.07.2020

Nach 16,7 Kilometer Vortrieb mittels Tunnelbohrmaschine ist der Erkundungsstollen zwischen den beiden Baulosen Tulfes-Pfons und Pfons-Brenner nun hergestellt. 

Von Norden kommend Richtung Süden bohrte sich die die Tunnelbohrmaschine „Günther“durch die letzten Gesteinsbrocken. Insgesamt 16,7 Kilometer hat sich diese „Fabrik im Berg“ damit ausgehend von Ahrental bei Innsbruck vorgearbeitet. Der Durchschlag erfolgte im Gemeindegebiet von Steinach am Brenner. Zuvor wurde die Tunnelröhre vom Wipptal Richtung Norden auf 1,7 Kilometer Länge mittels bergmännischem Sprengvortrieb ausgebrochen, um dem maschinellen Vortrieb, also der Tunnelbohrmaschine begegnen zu können.

Wegweisender Meilenstein

Bei den Mineuren, Baufirmen und der BBT SE war die Freude über den geglückten Durchschlag groß. Aufgrund von Corona-Schutzmaßnahmen konnte nur ein kleines Baustellen-Team den Durchschlag live miterleben. Ein wegweisender Meilenstein für das europäische Infrastrukturprojekt im Herzen Tirols ist damit erreicht: Der Brenner Basistunnel ist nun auf 36 Kilometer von Tulfes bis St. Jodok / Schmirn durchgängig verbunden und befahrbar. „Wir schaffen mit dem Brenner Basistunnel für viele Generationen eine attraktive und ökologische Mobilität auf dieser so wichtigen europäischen Nord-Süd-Achse. Deswegen ist der Durchschlag des Erkundungsstollens ein ganz besonderer Meilenstein für uns und für unser größtes Eisenbahnprojekt der Welt", sagt Franz Bauer, ÖBB-Infrastruktur und Mitglied des Aufsichtsrates der BBT SE. 

Der Durchschlag bedeutet auch die Verbindung der beiden größten Baustellen des Brenner Basistunnels auf österreichischem Projektgebiet. Das Baulos Tulfes-Pfons, das von der Arbeitsgemeinschaft Strabag/Salini-Impregilo vorangetrieben wird, ist nun an der Basis des Gebirges über das Baulos Pfons-Brenner, welches die Arbeitsgemeinschaft Porr/Hinteregger/Condotte/Itinera umsetzt, erreichbar und umgekehrt. Dadurch erhöht sich auch der Sicherheits- bzw. Logistikfaktor für die künftigen Arbeiten.

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