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Burgenland: Appartements in 100 Tagen - und ohne Schrauben

09.08.2011

Rund 100 Tage brauchte die Errchtung des Tourismusprojekts "Ratschens Wohnothek" im Südburgenland. Die zehn Ferienbauten kommen ohne eine einzige Schraube aus - denn sie bestehen ausschließlich aus Holz. Hinter dem Projekt stehen Winzer und ein Restaurantbetreiber, die alle Arbeiten an regionale Betriebe vergeben haben. Mitte August startet der Betrieb. 

Auf ökologische Bauweise setzt ein Tourismusprojekt im Südburgenland. In den nächsten Tagen werden bei Deutsch-Schützen im Bezirk Oberwart zehn ausschließlich aus Holz errichtete Ferienbauten fertiggestellt. Die einzelnen Bauteile werden dabei ohne Verwendung von Schrauben aneinandergefügt.

Ab Mitte August soll das Projekt "Ratschens Wohnothek"- eine Kooperation zwischen den Weinbauern der Umgebung und dem Restaurant Wachter-Wiesler - den Tourismus im Südburgenland ankurbeln.

Insgesamt 600.000 bis 700.000 Euro wurden in das Vorhaben investiert. Das burgenländische Ziviltechnikerbüro Woschitz Engineering diente als Projektkoordinator.

In Zusammenarbeit mit den Winzern Reinhold Krutzler, Alfred Weber sowie dem Restaurant und Weingut Wachter-Wiesler seien die Häuser nicht nur ökologisch, sondern auch mit rein regionaler Hilfe entstanden - vom Holzbau bis hin zur Elektrik und der Innenausstattung, erläuterte der Restaurantbesitzer Thomas Wachter.

Erste Besprechung war im November

"Die erste Besprechung haben wir im November vergangenen Jahres abgehalten - im März folgte der Entschluss, die Idee zu realisieren", so Wachter, der zusammen mit seiner Schwester Gerda und deren Mann Josef Wiesler nicht nur das Restaurant, sondern ebenfalls das Weingut in Deutsch-Schützen betreibt. "Genau 100 Tage hat es vom ersten Handgriff bis zur Fertigstellung gedauert."

Die 25 Quadratmeter großen Bauten mit rund vier Quadratmetern Terrasse befinden sich am fast höchsten Punkt des Ratschenberges und sind nebeneinander angeordnet, jedoch alle mit freiem Blick auf den Eisenberg und dessen Weinhügel. Die Wohnobjekte sind mit einem Doppelbett sowie einer Couch, Dusche, Minibar, Fernseher und Radio ausgestattet.

Der festgesetzte Preis pro Nacht belaufe sich auf etwa 50 Euro, je nach Saison bedingt, schilderte der Weinbauer. Die Hütten seien das ganze Jahr bewohnbar.

Hoffen auf Lösung der Nächtigungsproblematik

Auch Burgenland Tourismus verspreche sich viel von der versuchten Teillösung der Nächtigungsproblematik im Südburgenland. Es sei generell eine interessante Neuinterpretation der Kellerstöckl-Idee.

"Die Anfragen für die Wohnothek sind ungewöhnlich hoch," erzählt Wachter, "Bis Mitte November sind wir guter Dinge." Das Eröffnungsdatum sei um den 12. August angesetzt. In Zukunft wolle man auch Kooperationen mit der Therme und den Golfplätzen Bad Tatzmannsdorf ins Auge fassen. (apa, pm)

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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