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Dämmung auf dem aktuellen Stand der Technik

25.09.2019

Den äußeren Temperaturen trotzen: Die beiden nationalen Dämmstoff-Standards ÖNorm B 6000 und B 6001 enthalten fundiertes Wissen aus Österreich für einen effizienten Wärmeschutz im Hochbau.

Für die fachlich einwandfreie Dämmung von Gebäuden gibt es eine Reihe von nationalen, europäischen und internationalen Standards. Die meisten Dämmstoff-Produktnormen beschreiben vorrangig die verwendeten Dämmmaterialien, deren Herstellung und deren Eigenschaften. Ihnen zugrunde liegen aber vor allem die beiden ÖNormen B 6000 und B 6001. Sie geben Auskunft darüber, welche Art von Dämmung für welchen Einsatzbereich geeignet ist. Die beiden Dämmstandards vereinen fachspezifisches Wissen und dienen als Basiswerke für die Baubranche.

Sowohl die ÖNorm B 6000 als auch ÖNorm B 6001 beschäftigen sich mit Dämmstoffen für den Wärmeschutz im Hochbau, weisen jedoch auch grundlegende Unterschiede auf. Der gravierendste Unterschied liegt in der Herstellungsweise der behandelten Dämmstoffe. Hierbei wird differenziert zwischen den im Werk und den an der Verwendungsstelle hergestellten Dämmstoffen. Die ÖNorm B 6000 befasst sich mit werksmäßig hergestellten Dämmstoffen wie etwa gebundener Mineralwolle, Polystyrol-Hartschaum, Schaumglas oder Holzfasern. Hingegen beschreibt die ÖNorm B 6001 direkt an der Verwendungsstelle hergestellte Dämmungen wie Mineralwolle, Zellulosefüllstoff, Polyurethan oder expandierte Perlite. Dabei kann es sich zwar um den gleichen Grundstoff handeln, der aufgrund der Herstellungsweise aber trotzdem andere Verwendungsbestimmungen erfordert, wie das Beispiel der Mineralwolle zeigt.

Bibliografie: ÖNorm B 6000: Werkmäßig hergestellte Dämmstoffe für den Wärme- und/oder Schallschutz im Hochbau; ÖNorm B 6001: An der Verwendungsstelle hergestellte Dämmstoffe für den Wärme- und/oder Schallschutz im Hochbau.

Die neuesten Entwicklungen der ÖNormen werden in Kooperation mit Austrian Standards präsentiert.

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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