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Das Geld liegt auf der Straße

24.05.2005

In den vergangenen Tagen wurde das Thema Infrastrukturausbau mehr als hitzig diskutiert. Gorbach verspricht, mehr in die Infrastruktur zu investieren, Straßenbauprojekte vorzuziehen. ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch fordert kurz darauf eine zusätzliche Milliarde Euro für den Infrastrukturausbau. „Durch jede Milliarde an Investitionen in Infrastruktur werden etwa 15.000 Arbeitsplätze geschaffen. Die Infrastruktur ist ein gewaltiger Beschäftigungsmotor und diese Bundesregierung lässt diesen Motor auf Hochtouren laufen“, erklärte Infrastrukturminister Hubert Gorbach anlässlich des Infrastrukturgipfels. Für Verzetnisch eine falsche Rechnung: „Nur wenn eine Milliarde zusätzlich investiert wird und nicht einfach Projekte umgeschichtet werden, können tatsächlich bis zu 15.000 neue Jobs geschaffen werden.“ Der Infrastrukturgipfel bestätigte die Vorverlegung einiger größeren Infrastrukturprojekte. Ein wichtiger Impuls für die Bauwirtschaft. PPP – Public-Private-Partnership-Projekte – sollen ebenso forciert werden. Kurt Eder, Verkehrssprecher SPÖ, lässt kein gutes Haar an dem Infrastrukturgipfel: „Das ist wieder einmal Ausdruck der zunehmenden Hilflosigkeit dieser Bundesregierung. Gorbach mache lediglich unbestimmte Zusagen – und der Generalverkehrsplan (GVP) hat sich längst als unfinanzierbar und undurchführbar herausgestellt.“
Im Zuge des Gipfels wurde der Zusammenhang zwischen der Attraktivität eines Wirtschaftsstandortes, der Beschäftigung und der Mobilität durch ein leistungsstarkes Verkehrssystem dargestellt und Optimierungsmöglichkeiten diskutiert. „Zwischen 2000 und 2014 werden für Straße und Schiene rund 40,5 Milliarden Euro aufgewendet, mehr denn je zuvor. Von 1985 bis 1999 wurden im Vergleich dazu nur an die 20,7 Milliarden Euro investiert. Wir konnten also die Investitionen um 96 Prozent steigern“, erklärt Gorbach.

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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