Direkt zum Inhalt

Neuer Obmann: ­Robert Schmid (r.) löst Manfred Asamer (l.) als Obmann des FV Steine-Keramik ab. Im Bild mit Geschäftsführer Andreas Pfeiler.

Das Geschäft brummt

01.10.2019

Den Bauzulieferern geht es gut, die Industriezulieferer hinken hinterher – so lautet das ­Ergebnis der Konjunkturerhebung des Fachverbands Steine-Keramik im ersten Halbjahr 2019.

Schmid folgt auf Asamer

Mit Anfang Oktober kam es zu einem Wechsel an der Spitze des Fachverbands Steine-Keramik. Nach einem Jahrzehnt erfolgreicher Arbeit übergab Manfred Asamer (Asamer Kies- und Betonwerke GmbH) die Führung an seinen bisherigen Stellvertreter Robert Schmid (Baumit-Gruppe). Während zu Beginn der Obmannschaft Asamers der Fokus auf den Themen Rohstoffsicherung, Nachhaltigkeit, Ausbildung sowie auf der Bekämpfung der Folgen der Wirtschaftskrise lag, haben sich die Priori­täten später v. a. in Richtung Energie- und Klimapolitik ver­lagert. Mit Robert Schmid, Mit­eigentümer des Familienkonzerns in der dritten Generation mit einer breiten Palette an mineralischen Baustoffen in seinem Portfolio, steht dem Fachverband künftig ein Experte mit profunder Kenntnis der Branche zur Verfügung. „Ich freue mich darauf, die erfolgreiche Interessenvertretungs­arbeit meines Vorgängers fort­zusetzen“, so Schmid.

Nach einem starken Umsatzwachstum von 4,59 Prozent im Jahr 2018 verzeichneten die 300 befragten Mitgliedsunternehmen der Stein- und keramischen Industrie im ersten Halbjahr 2019 abermals ein Plus von 3,50 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahrs auf 1,82 Milliarden Euro. Das Umsatzplus ist stark getragen von den Bau-affinen Branchen (Beton- und -fertigteile, Transportbeton, Zement, Putz/Mörtel, Sand/Kies, Schotter; +6,14 Prozent), während die Industriezulieferer (Feinkeramik, Feuerfest, Schleifmittel) einen Umsatzrückgang verzeichnen (–5,94 Prozent). Bei den Beschäftigten gab es einen Zuwachs um 1,65 Prozent (13.692 Mitarbeiter).

Branchengewinner Beton- und -fertigteilindustrie

Die größten Zuwächse erzielten die Beton- und ­fertigteilindustrie (+11,05 Prozent auf 262,1 Millionen Euro), die Sand- und Kiesindustrie (+7,99 Prozent auf 64,8 Millionen Euro) und die Zementindustrie (+6,90 Prozent auf 252,5 Millionen Euro). Ebenfalls stark zulegen konnten die Ziegel- und -fertigteilindustrie (+6,71 Prozent auf 87,6 Millionen Euro), die Kalkindustrie (+4,71 Prozent auf 111,9 Millionen Euro) und die Transportbetonindustrie (+4,69 Prozent auf 242,9 Millionen Euro).

Umsatzrückgänge verzeichneten die feinkeramische Industrie (–15,07 Prozent auf 75,9 Millionen Euro), die Schotterindustrie (–4,13 Prozent auf 44,1 Millionen Euro) und die Schleifmittelindustrie (–2,39 Prozent auf 194,9 Millionen Euro).

Infrastrukturbau durchwachsen – Hochbau gut

Der Infrastrukturbau läuft derzeit zumindest entlang der großen Hauptverkehrsadern gut, im regionalen Bereich auf Landesstraßenebene gibt es jedoch kaum Neubau oder Sanierungen. „Zudem werden aufgrund der Forcierung der Kreislaufwirtschaft zunehmend weniger Primärmaterialien benötigt“, so Andreas Pfeiler, Geschäftsführer des Fachverbands Steine-Keramik.

Im Westen sorgt insbesondere die Tourismusbranche für eine gute Auftragslage der Unter­nehmen (Hotellerie, Seilbahnen, Infrastruktur) – in Ostösterreich hingegen lassen neue Projekte auf sich warten. Der Hochbau (Wohnungs- und Gewerbebau) entwickelt sich gut auf Vorjahresniveau, jedoch mit regional unterschiedlichen Aussichten. Die Entwicklung im Bereich Einfamilienhausbau ist rückläufig.

Ausblick

„Das erste Halbjahr war geprägt von starken monat­lichen Schwankungen mit einer spürbaren Ein­trübung der Konjunktur ab Jahresmitte. Für das ­Gesamtjahr sind erste Anzeichen für einen Abschwung spürbar, trotzdem wird bis Jahresende ein leichtes Plus erwartet. Dafür müssen aber noch einige angekündigte Großprojekte umgesetzt bzw. gestartet werden“, betont der neue Fachverbandsobmann ­Robert Schmid.

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
Werbung

Weiterführende Themen

Hochkarätiges Podium: (v.l.) Kurt Stürzenbecher (Stadt Wien), Karl Weidlinger (Swietelsky Bauges.m.b.H.), Peter Krammer (Strabag SE), Werner Sobek (Werner Sobek Stuttgart AG), Moderatorin Daniela Zeller, Markus Wölbitsch (Stadt Wien), Wolfgang Gleissner (BIG)und Michael Pauser bei den Bautech Talks.
Aktuelles
22.11.2018

Mit den „Bautech Talks" startete die Österreichische Bautechnik Vereinigung (öbv)  im Tech Gate in Wien eine neue Veranstaltungsreihe, die die Relevanz technischer Aspekte des Bauens für die ...

Der Bauauftrag für eine insgesamt 5,7 Kilometer lange Bahnstrecke auf dem Gebiet der niedersächsischen Gemeinde geht an die Strabag Töchter Strabag AG, Ed. Züblin und Strabag Rail.
Aktuelles
10.08.2018

Eine Strabag-Arbeitsgemeinschaft erhält Großauftrag für die Ausbaustrecke Oldenburg-Wilhelmshaven.

Rund 163,6 Millionen Euro beträgt das Auftragsvolumen für den Bau des letzten Teilabschnitts der Schnellstraße S61.
Aktuelles
08.08.2018

Die Porr hat den Auftrag für ein weiteres Großprojekt erhalten. Wo und warum es so bedeutsam ist, lesen Sie hier.

Leyrer und Graf übernimmt die Errichtung der neuen Autobahnmeisterei in Bruck an der Leitha. Das Design der Betriebsstätte stammt von Christian Andexer, dessen Pläne bei einem Architekturwettbewerb gewonnen haben.
Aktuelles
02.08.2018

In Bruck an der Leitha errichtet Leyrer und Graf im Auftrag der Asfinag eine neue Autobahnmeisterei. Sie ist das erste Projekt im Hochbau der Infrastrukturgesellschaft, bei dem BIM in der Planung ...

Tunnelbaustelle "Fröschnitzgraben" beim Semmering Basistunnel
Aktuelles
16.07.2018

Zwei Tunnelbohrer mit einem Gesamtgewicht von 800 Elefanten fressen sich ab sofort beim Semmering-Basistunnel vom Fröschnitzgraben (Steiermark) rund neun Kilometer in Richtung Gloggnitz durch den ...

Werbung