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Günter Duschek, Produktmanager von Nevaris: ­"Success X wird in naher Zukunft auch mobiles Arbeiten möglich machen."

Das Know-how der Kalkulanten im Fokus

06.04.2020

Günter Duschek, Bauprofi und Produktmanager von Success X, erklärt, warum es sich lohnt, auf die neue Success-Generation X von Nevaris zu setzen und wie einfach der Ein- und Umstieg ist.

Baustellen und Bauprojekte kennt ­Günter Duschek nach vielen Jahren in der Bauwirtschaft wie seine Westentasche – und weiß auch, von welchen Funktionen Bausoftware-Nutzer am meisten profitieren. In seiner neuen Funktion als Produkt­manager bei ­der Nevaris Bausoftware GmbH, einem Tochterunternehmen der ­Neme­tschek-Gruppe, kann er dieses Wissens nun bestens einbringen. Gemeinsam mit dem Team in Elixhausen entstand die neue Lösung Success X, Nachfolger der Bausoftware Auer Success. Warum es sich lohnt, auf die neue ­Success-Generation zu setzen und wie „Haltung“ auch in Nachfolgeprodukten „erhalten“ bleiben kann, klärt Duschek im Interview.   

Herr Duschek, nach vielen Jahren in der Bauindustrie sind Sie nun auf die Seite der Bausoftware-Entwickler gewechselt. Wie geht es ­Ihnen nun als Mitgestalter eines solchen Produkts?   
Günter Duschek:
Ich fühle mich wirklich sehr wohl, da wo ich jetzt bin. Ich bin jetzt Teil eines multi­professionellen Teams, in dem ich meine Erfahrungen als „Baumensch“ gut einbringen kann. Aus meinem früheren Tätigkeitsbereich ist mir wirklich nichts fremd. Ich habe knietief im Schlamm steckend die Geländeaufnahme von Rückhalte­becken gemacht, war Leiter des Controllings, der Kostenprognosen verteidigen musste. Auf diesem Weg und über viele Jahre hinweg habe ich Auer Success genutzt und konnte selbst mitverfolgen, wie Nevaris mit seiner Bausoftware-Lösung nicht nur den „Standard“ in der österreichischen Bauwirtschaft vorge­geben und hochgehalten, sondern diesen auch stetig weiterentwickelt hat. 
 
Was meinen Sie genau damit? 
Duschek:
Es gibt natürlich mehrere Anbieter von Bausoftware, aber nur wenige bieten meiner Meinung nach auch tatsächlich Inhalte an. Wir sind ein von Inhalten getriebener Hersteller. Wir liefern unsere Software, der Kunde installiert und kann dann mit der Standardkalkulation, die wir für Österreich ausgeben, einfach loslegen. Ein unglaublicher Vorteil zur Gründung einer neuen Einheit. Grundsätzlich hat sich die Kombination Software und Inhalt zu Recht als Standard manifestiert. Bei den bauausführenden Betrieben haben sich über viele Jahre in den Schatzkisten der Kalkulanten auch die „Spranzen“ als BS4-Projekte angehäuft, also das ganze ­Kosten-Know-how des ausführenden Betriebs. Auf diese Weise kann man relativ schnell eine Kalkulation erstellen, bei der sich Kalkulant und verantwortliche Leiter sicher sein können, dass sie richtig liegen. Wenn dann noch eine Arge-Konstellation zutrifft, sind Vergleich und Zusammenführung bei der Abstimmung der Kalkulationen einfach zu bewerk­stelligen, weil alle mit dem gleichen System arbeiten. 
   
Auer Success gibt es seit bereits über 30 Jahren. Warum war nun die Entwicklung der nächsten Software-Generation notwendig?
Duschek
: Das ist eine gute Frage und bringt uns zum entscheidenden Punkt. Die Ansprüche unserer Kunden haben sich verändert. Das bringt die fortschreitende Technologie und Digitalisierung mit sich. Diesen neuen Herausforderungen begegnen wir mit Success X. Denn bereits mit der nächsten ÖNorm wird Auer Success an deutliche Grenzen stoßen. ­Success X ermöglicht modellbasiertes Arbeiten, inkludiert eine eigene Projektverwaltung (CRM) und wird in naher Zukunft auch mobiles Arbeiten möglich machen. Bestehende Projekte übernehmen zu können und eine zukunftsfähige Bausoftware anbieten zu können, das ist Nachhaltigkeit. Das ist ­Success X.

Wurde bei der Entwicklung auch das Thema ­Building Information Modeling mitgedacht?
Duschek:
Nevaris hat im Jahr 2015 den ­Berliner BIM-Profi Hartmann Technologies gekauft. Damit ist die Expertise am BIM-Sektor gesichert. Auch ­Success X wird BIM-fit gemacht, dies ist fürs nächste Jahr angedacht. 

„Müssen“ nun alle Auer-Success-Kunden umsteigen?
Duschek:
Wir sind uns darüber im Klaren, dass unsere Kunden oftmals zahlreiche Arbeitsplätze mit Auer Success ausgestattet haben und bestehende Projekte in diesem System zu Ende geführt werden müssen. Deshalb wird das Produkt für Wartungskunden über die nächsten Jahre weitergepflegt, um einen sanften Umstieg auf Success X zu ermöglichen.

Gibt es bereits Kundenfeedbacks zu ­Success X? 
Duschek:
Anfang März folgten 50 geladene ­Gäste der Einladung zum ersten Success X Business Brunch. Schwerpunkt der Veranstaltungsreihe ist der Informationsaustausch über Themen wie Umstieg und Leistungsspektrum. Die Nachfrage war gleich zu ­Beginn so groß, dass unser Vertrieb kurzfristig auch Kunden vertrösten musste, um dem Ansturm gerecht zu werden.

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