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Der Blick in die Glaskugel

03.03.2015

2014 war ein herausforderndes Jahr für die Beton-Fertigteil-Branche, 2015 verspricht wenig Besserung, geht es nach den Mitgliedern des VÖB.

Das Jahr 2014 war herausfordernd und höchst unterschiedlich für die Unternehmen der Beton-Fertigteil-Branche. Umsatzsteigerungen bei einigen Unternehmen standen einer Stagnation, aber auch größeren Rückgängen bei anderen Unternehmen gegenüber. Hauptgründe sind laut einer internen Umfrage des Verbands Österreichischer Beton- und Fertigteilwerke (VÖB) die Wirtschaftssituation, die Auftragslage und die Ausschreibungssituation. Unternehmen mit einem Umsatzplus führen dies auf Kundenzugewinne, den Ausbau des Leistungs- und Produktportfolios und neue Geschäftsfelder zurück. „Dieses Ergebnis macht den ungebrochenen Innovationswillen der heimischen Branche deutlich, zeigt aber gleichzeitig, dass die Unternehmen weiterhin mit einem schwierigen Marktumfeld zu kämpfen haben“, kommentiert VÖB-Präsident Bernd Wolschner die aktuellen Zahlen.

Zurück in die Zukunft

Angesichts der wirtschaftspolitischen Unsicherheit, der weiterhin schwachen Konjunktur und der nahenden, aber ungewissen Steuerreformvorhaben gehen die meisten Unternehmen mit stabilen bis negativen Aussichten in das neue Geschäftsjahr 2015. Die Hälfte der Mitgliedsbetriebe rechnet mit einer „eher zufriedenstellenden“ Entwicklung ihres Unternehmens. 43 Prozent hingegen sehen für 2015 eine „weniger zufriedenstellende“ Entwicklung auf sie zukommen. Diese Ambivalenz schlägt sich auch auf die abgefragten Mitarbeiterzahlen nieder. Während der überwiegende Teil der Befragten mit gleichbleibenden Mitarbeiterzahlen rechnet, gibt ein Drittel an, dass die Zahl der Mitarbeiter sinken wird.

Die Einschätzungen der Entwicklung der gesamten Beton-Fertigteil-Branche sind weitaus negativer: Hierbei gibt die Hälfte der Befragten an, dass sie mit Umsatzrückgängen für die Branche rechnet. Im Vergleich zum Jahr 2014 sehen sogar mehr als die Hälfte eine „weniger zufriedenstellende“ Entwicklung auf die gesamte Branche zukommen.

Handlungsbedarf gegeben

Präsident Bernd Wolschner ortet freilich fehlende politische Signale als Ursache: „Anstelle von Einsparungen in der Verwaltung werden vermehrt notwendige Investitionen in die Infrastruktur zurückgefahren oder verzögert. Im Privatbereich sind die Per­spektiven im Wohnbau ungewiss, und durch die Verunsicherungen der wirtschaftspolitischen Entwicklung stellt sich im Industriebau keine spürbare Erholung ein.“ Es soll laut Wolschner sogar zu rückläufigen Entwicklungen kommen. Deshalb fordert Wolschner ein Steuerreformpaket mit spürbarer Entlastung, damit ein Investitionsklima geschaffen wird.

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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