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Deutscher Baumaschinensektor erwartet solides bauma-Jahr

27.02.2013

Nach einem leichten Umsatz-Rückgang im Jahr 2012 erwartet sich die Branche von der Weltleitmesse bauma zwar positive Impulse, aber keine Höhenflüge.

Die deutsche Bau- und Baustoffmaschinenindustrie erzielte 2012 einen Umsatz von 12,5 Milliarden Euro. Davon entfallen 7,9 Milliarden Euro auf den Baumaschinensektor und 4,6 Milliarden Euro auf die Baustoff-, Glas- und Keramikmaschinensparte. Das bedeutet nominal einen Rückgang von gut einem Prozent gegenüber 2011. Damit ist die Branche von ihrem Erholungskurs nach der großen Wirtschafts- und Finanzkrise 2009 auch 2012 auf ordentlichem Niveau in eine Seitwärtsbewegung übergegangen.

 „Obwohl die Zeiten insgesamt unsicher sind, ist das letzte Jahr für uns gut gelaufen“, resümiert Johann Sailer, Vorsitzender des VDMA-Fachverbandes Bau- und Baustoffmaschinen das Branchenergebnis. Höhenflüge sind aber auch 2013 nicht zu erwarten. Die bauma - internationale Weltleitmesse der Branche, die vom 15. bis 21. April 2013 in München stattfindet - sorgt zu Beginn des Jahres für große Zuversicht bei den Unternehmen. „Dieses Branchenereignis bringt per se alle drei Jahre neue Impulse für unsere Geschäfte und ist darüber hinaus der Gradmesser Nummer 1 für zukünftige Marktentwicklungen“. Schaut man auf die realen Zahlen, verläuft der Jahresbeginn jedoch recht verhalten. Die Auftragseingänge aus dem vierten Quartal 2012 deuten noch nicht auf Wachstum hin. Für die zweite Jahreshälfte ist eine Verbesserung der Absatzsituation realistisch, am Ende sollte 2013 das ordentliche Niveau des Vorjahres wieder erreicht werden.

Viel wird davon abhängen, wie sich die Situation in China entwickelt. 2012 ist dort der Baumaschinenmarkt um über 30 Prozent abgestürzt. Nach Angaben der Experten von Off-Highway-Research wurden 2012 weltweit mobile Baumaschinen im Wert von 100 Milliarden US-Dollar abgesetzt. Davon entfielen allein rund 30 Milliarden auf den chinesischen Markt, rund 22 Milliarden auf Nordamerika und nur 12 Milliarden auf Europa. Ähnlich der Automobilindustrie ist China für die Entwicklung der Baumaschinenproduktion und des Baumaschinenabsatzes zu einem entscheidenden Faktor geworden.

Die Zukunft für die Bau- und Baustoffmaschinenindustrie ist bewegter denn je. Die Schere zwischen den süd- und den nordeuropäischen Märkten geht immer weiter auf. Ob und wann sich die am Boden liegenden Bauwirtschaften in Spanien, Portugal, Griechenland und Italien wieder erholen werden, vermag heute niemand zu sagen. Deutschland war und wird voraussichtlich auch hier der Stabilitätsanker bleiben. Es ist davon auszugehen, dass Wachstum zukünftig mehr aus den nicht traditionellen Märkten kommen wird, „die viele von uns bisher nur am Rande betrachten“, prognostiziert Sailer. In Ländern wie beispielsweise Indonesien, Myanmar, den Staaten des Südlichen Afrikas oder gar der Mongolei gibt es Rohstoffe zu heben und ihr Nachholbedarf in Punkto Infrastruktur ist immens.

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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