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Die elektronische Rechnung an den Bund

04.09.2013

Bereits seit Beginn dieses Jahres ist die Einbringung von strukturierten elektronischen Rechnungen (e-Rechnungen) an den Bund möglich. Die Übergangsfrist läuft bis Jänner 2014. Ab diesem Zeitpunkt werden von den österreichischen Bundesdienststellen weder Papierrechnungen noch Rechnungen im PDF-Format akzeptiert.

Zielvorgabe der Bundesregierung im Bereich E-Government ist es, die Kosten sowohl für die Wirtschaft als auch für die Bundesverwaltung zu senken. Eine der zahlreichen Initiativen in diesem Zusammenhang war die Umsetzung der „e-Rechnung an den Bund“. Rechnungen sollen so schneller, effizienter und sicherer erstellt, übermittelt und verarbeitet werden. Fehlerquellen sollen minimiert sowie Mitarbeiter in den Unternehmen und in der Verwaltung entlastet werden.

 

Im Bereich B2G werden die Einsparungen des Bundes bei Nutzung der elektronischen Rechnung annähernd fünf Millionen Euro pro Jahr betragen, für Unternehmen sind Einsparungen von bis zu 14 Millionen Euro jährlich möglich. Bei Einsatz strukturierter elektronischer Rechnungen auch im B2B-Bereich gehen Studien der WKÖ von einem Nutzenpotenzial von mehreren Milliarden Euro pro Jahr allein innerhalb Österreichs aus.

 

Eine e-Rechnung ist eine Rechnung, die in einem strukturierten elektronischen Format ausgestellt, gesendet, empfangen und verarbeitet wird. Die Bundesverwaltung hat sich für eine adaptierte Variante des Formats ebInterface entschieden, da dieses innerhalb Österreichs bereits weitverbreitet ist. Unternehmen, die bereits ebInterface verwenden, haben daher nur einen minimalen Umsetzungsaufwand. Bei ebInterface handelt es sich um ein XML-basiertes Dokument, das z.B. durch ein Plug-in im Textverarbeitungsprogramm MS Word erstellt werden kann. Für die einfache Einbringung von e-Rechnungen steht die E-Government-Anwendung „e-Rechnung an den Bund (ER>B)“ zur Verfügung. Diese kann ausschließlich über das Unternehmensserviceportal erreicht werden.

 

Um die elektronische Rechnung einbringen zu können, ist eine einmalige Registrierung am Unternehmensserviceportal erforderlich. Danach können die Rechnungen jederzeit über die Anwendung „e-Rechnung an den Bund erstellt oder – bei Erstellung durch ein eigenes Programm – sofort hochgeladen werden. Als dritte Einbringungsmöglichkeit steht ein Webservice zur Verfügung.

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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