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Die Früchte fundierter Ausbildung

02.11.2005

Zum diesjährigen 25. Bundes-Jungmaurerwettbewerb, der heuer in der BauAkademie Lehrbauhof Salzburg stattfand, traten die besten 24 Maurernachwuchsfachkräfte aus ganz Österreich an. Zum Sieger kürten die Juroren schließlich Bernhard Gerstner von der Strabag in Neufurth. Den zweiten Platz erreichte der Burgenländer Igor Petrenko von der Baufirma Alexius Belloni in Wien. Walter Ruck, Landesinnungsmeister Bau Wien, freut sich über die beiden Sieger aus Wien: „Wir Wiener Baumeister sind sehr stolz auf unsere ehrgeizigen Lehrlinge. Es freut uns sehr, dass wir eindrucksvoll beweisen konnten, dass unsere fundierte Ausbildung zum Erfolg führt.“
Auf Platz drei landete der Oberösterreicher Roland Knoblechner vom Lehrbetrieb Jakob Ebner in Mondsee. Die beiden Salzburger Teilnehmer, Georg Nill von Knapp Bau in Mittersill und Franz Rauchenbacher von Empl Bau in Mittersill, belegten die Plätze vier und neun. Die Wettbewerbsteilnehmer mussten als praktische Arbeit innerhalb von zwei Tagen ein Hochlochziegelmauerwerk mit Fensteröffnung errichten. Dabei waren das Versetzten eines Fensterstockes, das Mauern und Verputzen eines Gesimses sowie das grob-, fein- und edelverputzen des Sichtmauerwerks gefragt. Anhand von 80 Messpunkten wurde die Genauigkeit der Arbeit festgestellt. Schnelligkeit in der Ausführung war ebenso gefragt. In der Theorie wurden die 24 Jungmaurer zu den Themen Bautechnik, Fachrechnen und Fachzeichnen geprüft.

Keine leichte Entscheidung
Die Entscheidung über den Bundessieg war für die Jury nicht einfach. Aufgrund des hohen Niveaus der ausgeführten Arbeiten wie auch des theoretischen Teils waren die Abstände bei den Gesamtpunkten zwischen den vier Erstplatzierten sehr gering. Die Siegerehrung nahmen Julius Schmalz, Präsident der Wirtschaftskammer Salzburg, Hartmut Spiluttini, Landesinnungsmeister Bau Salzburg, Johannes Lahofer, Bundesinnungsmeister der Bundesinnung Bau, Dietmar Aluta-Oltyan vom Fachverband der Bauindustrie und der ressortzuständige Landesrat Walter Blachfellner vor.

Branche mit guten Nachwuchszahlen
Bei der Siegerehrung wurden die umfangreichen Berufschancen des Maurers betont. So werden etwa 30 Prozent der Baubetriebe in Österreich von einem Baumeister geleitet, der den Weg zur Berufsberechtigung über die Lehre geschafft hat.
„Wir sind davon überzeugt, mit unserem Ausbildungsansatz einen sehr visionären Weg beschritten zu haben. Dies sehen wir auch mit unserem Maurer-Weltmeister Johannes Maierhofer, der auf internationalem Parkett sein Know-how bewiesen hat“, erklärt Ruck. Zudem betont Ruck, dass er die Schaffung eines einheitlichen Standards zwischen Gewerbe und Industrie als besonderen Erfolg im Ausbildungsweg sieht.
Generell ist die Entwicklung beim Berufsnachwuchs sehr erfreulich. Österreichweit gibt es eine Steigerungsrate bei den Lehrlingen am Bau von 2,3 Prozent. Diese Zuwächse wurden einerseits durch den „Ausbildungsfonds Bau“ der Bundesinnung erreicht, aus dem seit Herbst 2004 an jeden Betrieb pro Lehrling und Lehrjahr 1.500 Euro ausgezahlt werden. In Salzburg hat die Landesinnung Bau zusätzlich 30.000 Euro für eine Informationsoffensive an den Pflichtschulen zur Verfügung gestellt.
In Salzburg ist die Zahl der Lehrlinge im Lehrberuf Maurer von 227 im Jahr 2003 auf 267 im Vorjahr angestiegen, und somit ein Plus von 17,6 Prozent bedeutet.

Gisela Gary

Autor/in:
Redaktion Bauzeitung
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