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Die Großen und die Kleinen

26.06.2014

Wer sich am heimischen Kranmarkt um die Gunst der Kunden matcht, und welche Kriterien ausschlaggebend sind.

 

Für Liebherr ist das Krangeschäft in Österreich fast ein Heimspiel. Erzeugt werden die Hochbaukrane zwar im deutschen Bieberach und nicht in einer der fünf österreichischen Produktionsstätten. Aber der Konzern ist bei Baukranen unangefochten Marktleader. Das hat einerseits mit der Produktqualität der Liebherr-Krane zu tun, die fast legendär ist, aber auch mit erstklassigen Leistungen bei Vertrieb und Service. Am zweiten Platz auf Österreichs Kranmarkt dürfte Wolff liegen, ebenfalls ein traditionsreicher und weltweit agierender deutscher Kranproduzent: Das Unternehmen hat 1913 den weltweit ersten am Boden montierbaren, schnell aufzurichtenden und fahrbaren Turmdrehkran der Welt vorgestellt. 
Der dritte im Bunde unter den großen internationalen Herstellern heißt Potain/Manitowoc. Das Unternehmen sieht sich als Weltmarktführer bei Turmdrehkranen und möchte in den nächsten Jahren in Österreich zulegen. Mithelfen soll dabei der Schweizer Potain/Manitowoc-Repräsentant Stirnimann. Laurer, in der Vergangenheit in ganz Österreich für die französisch-amerikanische Kranmarke zuständig, konzentriert sich nun auf den Westen, die Schweizer auf den Osten. 
Stirnimann hat seit einem Jahr Niederlassungen im niederösterreichischen Loosdorf und in Klagenfurt, von wo aus Ost- und Südösterreich bearbeitet werden. Außerdem gibt es noch einen Lagerplatz in Wien.

Kundenorientierung

Punkten wollen die Schweizer mit Kundenorientierung, erzählt Thierry Burgherr, derzeitiger Geschäftsführer für Österreich: „Wir bieten den Kunden individuelle Lösungen und erstklassigen Service an, der Verkaufserfolg von Baukranen wird schließlich in erster Linie durch die Qualität der Serviceorganisation sowie die Verfügbarkeit von Ersatzteilen bestimmt.“ Da hat sich in dem knappen Jahr Österreichpräsenz von Stirnimann schon einiges getan. Insgesamt neun Servicemitarbeiter arbeiten bereits für das Unternehmen, und sie wurden gut geschult, verspricht Thierry Burgherr: „Das Serviceteam war auf Kursen bei unserer Mutterfirma in der Schweiz, aber ebenso beim Hersteller in Deutschland und Frankreich.“
Stirnimann hat in Österreich derzeit 40 Krane im Mietpark. „Brauchen wir einen besonderen Kran, können wir ihn jederzeit aus der Schweiz holen, wo uns 400 Krane zur Verfügung stehen“, sagt Burgherr. Die starke Mutter sieht er als ein großes Plus des Unternehmens. Stirnimann ist seit rund 100 Jahren im westlichen Nachbarland aktiv und beschäftigt derzeit 130 Mitarbeiter. Trotz des Mietparks will man den Verkauf nicht vernachlässigen und lockt hier sogar mit Finanzierungszuckerln: „Wir können interessante Leasing- oder Miet/Kauf-Angebote teilweise sogar mit null Prozent Zinsen machen“, berichtet Burgherr. 

 

Autor/in:
Wolfgang Pozsogar
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